Samstag, 17. November 2018

Erste Testfahrten in Musks Tunnel am 10. Dezember Bitte einsteigen - Musk plant Testfahrten für Hochgeschwindigkeits-Tunnel

Elon Musk vor einer Hyperloop-Teströhre im August vergangenen Jahres

Kein verbranntes Benzin, keine Abgase, keine Verkehrsstaus - so stellt sich Elon Musk den Nahverkehr in der US-Millionen-Metropole Los Angeles vor. Sein Tunnelsystem soll dazu beitragen. Der Unternehmer lädt zu Probefahrten mit bis zu 250 Stundenkilometern am 10. Dezember ein.

Elon Musk will schon bald einen Tunnel für futuristischen Transport in Los Angeles einweihen. "Der erste Tunnel ist fast fertig", schrieb der Unternehmer im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Er öffnet am 10. Dezember." Seine Baufirma "The Boring Company" plane eine abendliche Eröffnungsfeier und kostenlose Probefahrten am folgenden Tag für die Öffentlichkeit.

Der Tunnel verläuft etwa 3,2 Kilometer unter den Straßen von Hawthorne, wo sich das auch Hauptquartier von Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX befindet. Der Milliardär will einen Tunnel quer durch den Westen von Los Angeles und einen weiteren zwischen einer U-Bahn-Linie und dem Dodger Stadium bauen.

Darin sollen elektrische Schlitten bis zu 250 Stundenkilometer schnell fahren. Musks Vision ist es, ein emissionsfreies Transportsystem zu schaffen, schreibt die "Washington Post" - zunächst für LA. Das soll das Verkehrsproblem lösen und eine Alternative zum Autofahren bieten. Aufzüge sollen Fußgänger, Radfahrer und Autos von der Straße zu den Stationen unter der Erde bringen.

Elon Musks Verkehrsvision für Los Angeles

Musk stellt sich vor, solche unterirdischen Systeme in den kommenden Jahren auszudehnen. Seine Boring Company will es außerdem möglich machen, dass in Zukunft das Transportmittel Hyperloop in seinen Tunneln fahren kann. Dabei sollen Kapseln mit Geschwindigkeiten von mehr als 1000 Stundenkilometern durch Vakuumröhren geschossen werden.

Fertig entwickelt ist der Hyperloop allerdings nicht. Das Konzept für den Super-Zug hatte Musk bereits vor fünf Jahren vorgestellt. Da der sich der Unternehmer aber mit seinen Jobs als Tesla- und SpaceX-Chef ausgelastet sah, gab er die Idee zur Entwicklung frei. Seitdem arbeiten mehrere Firmen an Hyperloop-Systemen. So hat Virgin Hyperloop One des britischen Milliardärs Richard Branson Tests im US-Bundesstaat Nevada vorgenommen und ein Forschungszentrum in Südspanien eröffnet. Nennenswerter Wettbewerber ist die Firma Hyperloop Transportation Technologies.

Hinweis: In einer früheren Version des Textes hieß es, eine Hyperloop-Kapsel würde Probe fahren. Wir entschuldigen uns für den Fehler.

rei mit Nachrichtenagenturen

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