Sonntag, 9. Dezember 2018

Einstieg bei Aerion Airbus entwickelt Überschallflugzeug für Geschäftsreisende

Airbus: Austausch von Know-how mit Aerion

Gemeinsam mit dem US-Unternehmen Aerion entwickelt Airbus ein Überschallflugzeug für Geschäftsreisende. Der Concorde-Nachfolger namens "AS2" könnte 2021 die Zulassung erhalten.

Toulouse - Die Airbus Group beteiligt sich an der Entwicklung eines Überschall-Flugzeugs für Geschäftsreisende. Dafür will der Konzern mit der US-amerikanischen Aerion Corporation zusammenarbeiten. Bis 2021 soll demnach die Aerion AS2 zertifiziert werden. Aerion sieht laut Vorstandschef Robert Bass in der Kooperation einen "gewaltigen Schritt nach vorn".

Die Airbus Group will über ihre Rüstung- und Raumfahrtsparte Defense and Space zum Beispiel technische Führungskräfte zu Aerion nach Reno im US-Bundesstaat Nevada entsenden. Im Gegenzug soll Aerion der Airbus Group eigene Technologien für die Entwicklung für Hochleistungsflugzeuge zur Verfügung stellen.

In den USA arbeitet Spike Aerospace ebenfalls an einem Überschall-Passagierjet, der Supersonic Spike S-512. Das Flugzeug für 18 Passagiere könnte 2018 erstmals abheben. Die Flugzeit zwischen der US-Ostküste und Europa könnte sich damit auf drei bis vier Stunden verkürzen, statt bisher sechs bis sieben Stunden.

Der französische Airbus-Vorläufer Aérospatiale hatte auch die Concorde mitentwickelt. Die teure, laute und verlustreiche Überschallmaschine flog bis 2003 im Linienverkehr. Beim Absturz einer Concorde im Juli 2000 kamen 113 Menschen ums Leben.

Airbus und Aerion sind nicht die Einzigen, die die kommerzielle Überschalltechnik für Passagierflüge wiederbeleben wollen - auch US-Milliardär Richard Branson tummelt sich in dem Geschäft.

ts/dpa

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