Donnerstag, 15. November 2018

Arzttermine über das Internet Arztbuchungsplattform Doctolib übernimmt größten französischen Konkurrenten

E-Health: In den USA buchen bereits Millionen von Patienten ihren Arzttermin über das Internet. Im Bild Stanislas Niox-Chateau, Co-Founder & CEO von Doctolib.

Paukenschlag im europäischen E-Health-Markt: Die auch auf dem deutschen Markt aktive französische Arztbuchungsplattform Doctolib übernimmt ihren größten französischen Konkurrenten MonDocteur. Mit dann 55.000 registrierten Ärzten und 20 Millionen Zugriffen pro Monat wird Doctolib damit nach eigenen Angaben zu einer der europäischen Marktführer im Arztbuchungsgeschäft. Und neben US-Größen wie ZocDoc oder dem indischen Practo zu einer der weltweit größten Buchungsplattformen für Arzttermine. Wieviel das Start-up für den Kauf des Konkurrenten an dessen Vorbesitzer, die Mediengruppe Largardere Active und die drei Gründer gezahlt hat, wurde nicht kommuniziert.

Doctolib ermöglicht es Patienten, sich rund um die Uhr im Internet über nahegelgene Praxen und dort verfügbare freie Termine zu informieren und diese in Echtzeit direkt über die Platform zu buchen. Über SMS erhält der Nutzer zudem eine Erinnerung an den gebuchten Termin, den er bei Bedarf mit wenigen Klicks stornieren kann. Ein Verfahren, das die Zahl nicht wahrgenommener Termine dem Unternehmen zufolge für teilnehmende Ärzte erheblich reduziert hat.

Für Patienten ist der Service kostenlos. Ärzte müssen für die Software as a Service (Saas) einen fixen-Monatsbeitrag bezahlen. Ärztebewertungen gibt es bei Doctolib anders als bei deutschen Wettbewerbern wieJameda nicht.

Nach der Übernahme, die Doctolibs Position auf dem französischen Markt festigt, will das 2013 gegründete Start-up nun den Wachstumsfokus auf Deutschland legen.

Dort sind die Franzosen 2016 an den Start gegangen, haben vor allem in Großstädten wie Köln, Düsseldorf, Hamburg und Berlin mehr als 2000 Ärzte als Kunden gewonnen und im letzten Jahr in Berlin ein Innovationszentrum aufgemacht, in dem weitere Gesundheitsdienstleistungen entwickelt werden sollen. Auch Kliniken gehören mittlerweile zu den Kunden.

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