Samstag, 21. April 2018

Sieben Tipps für den Turbostart in die Digitalisierung Wie man zu einem "Digital Leader" wird

Robert Daly via Getty Images

Wie bleibt (oder wird) man im Zeitalter der Digitalisierung kompetent? Zwei Autoren haben sich bei 31 Spitzenkräften nach deren Rezepten umgehört, unter anderem bei Erich Sixt (Sixt), Timotheus Höttges (Deutsche Telekom), Tanja Gönner (GIZ), Jörg Hofmann (IG Metall) oder Pascal Laugel (Targobank). Nachfolgend ein Auszug aus ihrem Buch "Digital Leadership".

Buchtipp

Markus Klimmer, Jürgen Selonke
#DigitalLeadership: Wie Top-Manager in Deutschland den Wandel gestalten

Springer Gabler, 267 Seiten, Oktober 2016, 19,99 Euro

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Viele unserer Gesprächspartner haben einen Turboeinstieg ins Thema gewählt. Sie haben groß angelegte Projekte gestartet, die das Wissen und die Ideen der Belegschaft möglichst umfassend einbringen und die Organisation durch einen "Kick-off" in die Digitalisierung mobilisieren sollen.

Die Chefs haben sich in ihrem Terminkalender Zeit dafür genommen, meist weit mehr als einen Arbeitstag pro Woche. In einigen Fällen waren diese Turbo-Projekte sogar weiter gefasst: als Fragestellung, was Digitalisierung für die Branche, die Region, den Arbeitsplatz der Zukunft, für die Hochschulen und die Institutionen des dualen Ausbildungssystems bedeutet.

Immer wieder fiel dabei das Wort "Diversität" in Bezug auf die Kernteams - sowohl im Hinblick auf Studium, Gender und Hierarchie als auch auf Altersgruppen. Ja, es ist wohl das Äußerste passiert: Einer hatte "sogar eine Kommunistin" im Team. Und er war begeistert. Diese Turboeinstiege haben offensichtlich nachhaltig Wirkung gezeigt: Man hat in den Unternehmen breites "Alignment" hinbekommen, eine tragende Welle auch für die Chefs. Auch für Digitalisierungsnovizen haben sich klare Bilder der kritischen Fragen, der Lösungsräume, der Veränderungstreiber ergeben. Sie sprechen authentisch und überzeugend über das Thema. Und es hat ihnen auch die Sicherheit für Positionierungen jenseits des Unternehmens gegeben, oft sogar verbunden mit entsprechenden PR-Strategien.

Und warum auch nicht? Die digitale Positionierung eines Unternehmens oder einer Organisation wird auch und gerade durch die öffentliche Wahrnehmung der Führungskräfte bestimmt. Für viele der Team-Mitglieder war und ist der Turboeinstieg auch ein Karriereturbo geworden. Sie sind oft die digitale Avantgarde, die noch auf Jahre hinaus tonangebend sein wird.

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