Mittwoch, 19. September 2018

Untergegangene Wirtschaftsimperien Die Weltmarktführer von gestern

Google-Chairman Eric Schmidt: Was passiert an dem Tag, an dem Internet und Smartphones von gestern sind? Damit Google nicht das gleiche Schicksal ereilt wie Nokia oder AOL, wird der Google-Konzern radikal umgebaut - und in eine Holding namens Alphabet.
Na ja, das Internet. Googles Marktanteil am globalen Suchmaschinengeschäft: 70 Prozent. Und Mobiltelefone natürlich. Der Marktanteil von Googles Betriebssystem Android: 78 Prozent. Der Konzern aus dem Silicon Valley kontrolliert einen guten Teil der Wirtschaft des 21. Jahrhunderts - nicht schlecht für eine Firma, die bald gerade einmal 17 Jahre alt wird.

Aber was kommt als nächstes? Google Börsen-Chart zeigen scheint von Optimismus für die Zukunft beseelt zu sein, wie all die Investitionen in Roboter, selbstfahrende Autos, Nanomedizin oder Raumfahrt bezeugen. Zugleich treibt die Konzerngranden jedoch auch die Angst vor dem Tag um, an dem Internet und Smartphones von gestern sind. Auch deshalb verordnete sich Google einen radikalen Wandel - in der Holding "Alphabet" wird das Google-Suchmaschinengeschäft nur noch ein Teil unter vielen sein.

"Die meisten Unternehmen scheitern letztendlich, weil sie das nächste Ding nicht voraussehen, ihren Auftrag nicht erweitern, sich selbst nicht herausfordern", warnte Google-Chairman Eric Schmidt die erfolgsverwöhnten Aktionäre auf der jüngsten Hauptversammlung. Google hingegen habe sich dem revolutionären Wandel verschrieben. Ob die Firma damit richtig liegt? Jedenfalls mangelt es nicht an Beispielen für den Fall einst mächtiger Konzerne.

Newsletter von Arvid Kaiser

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