Freitag, 22. März 2019

Gründerkolumne Digitale Transformation 2.0@14

Netzwerkkabel: Die Welt ist vernetzt - und Deutschland hinkt hinterher

2. Teil: Der technologische Hintergrund

Die digitalen Informationstechnologien induzieren spätestens seit Beginn der 1990er Jahre einen sehr intensiven Strukturwandel im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich. Waren bis dahin Computer und Netzwerke nur einigen Spezialisten vorbehalten, sind sie heute bereits Bestandteil des täglichen Lebens.

Die digitale Technik und deren Auswirkung auf die Informationsübertragung sind allgegenwärtig. Der stetige Fortschritt und die wachsende Bedeutung der Informationstechnik sowie der Ausbau und die Vernetzung von elektronischen bzw. digitalen Datenwegen waren und sind not-wendige Voraussetzungen für die neue Dimension des digitalen Miteinanders.

Im Hinblick auf die technologische Durchdringung können folgende Ankerpunkte gesetzt werden: Nach den Ergebnissen eine BITKOM-Umfrage haben "86% der Männer und 72% der Frauen einen Computer. Starke Unterschiede gibt es zwischen den verschiedenen Altersgruppen. Mit 98% nutzen fast alle 14- bis 29-Jährigen einen PC. Bei Menschen zwischen 50 und 64 Jahren sind es immerhin noch 79 Prozent.

Deutlich abwärts geht die Nutzungsrate bei den Älteren: Bei Menschen ab 65 Jahren gebraucht nur noch eine Minderheit von 41 Prozent den Computer. Zudem gibt es laut Umfrage einen Zusammenhang zwischen dem formalen Bildungsgrad und dem Computereinsatz. Ein Drittel aller Menschen mit Hauptschulabschluss können nicht mit dem Computer umgehen, aber nur 7 Prozent der Abiturienten und Hochschulabsolventen."

Risiko der digitalen Spaltung

Daher kann festgehalten werden, dass der Zugang und die Nutzung von Computern nicht zu einer digitalen Spaltung der Gesellschaft in Verbindung mit dem Bildungs- oder Altersniveau werden darf. Jeder Bürger muss die Möglichkeit bekommen bzw. die Freiheit haben, am digitalen Wandel über digitale Informationstechnologien teilzuhaben. Der Zugang per Computer zum Internet wird dabei insbesondere durch die Breitbandnetze gewährleistet. Hier liegt Deutschland im europäischen Vergleich laut EITO-/OECD-Statistik nur auf Platz 6.

Ein weiterer Punkt ist der mobile Zugang zum Internet über Handy und Smartphone, der immer wichtiger wird. Hier hat der BITKOM festgestellt , dass "90% aller Deutschen über 14 Jahre ein Mobiltelefon haben. Über 63 Millionen Personen telefonieren derzeit mobil, gut 2 Millionen mehr als vor 2 Jahren. Nicht nur das Alter, auch der formale Bildungsgrad beeinflusst die Frage des Handy-Besitzes: 94% aller Abiturienten haben ein Mobiltelefon, aber nur 84% der Personen mit Hauptschul-Abschluss.

Der Trend bei den Handys geht dabei weiterhin klar zu Smartphones: 40% aller Bundesbürger ab 14 Jahren besitzen mittlerweile ein solch hochwertiges, internetfähiges Mobiltelefon." Das Handy wird somit zum ständigen Begleiter und in Zukunft zu einer zentralen Zugangsquelle zum Internet. Wichtig für den Nutzer ist in diesem Zusammenhang nicht nur der freie Zugang, sondern auch die Nutzung der vollen Bandbreite für den Datentransfer.

Das Landgericht Köln hat in diesem Zusammenhang unlängst festgestellt, dass spezielle Drosselungspläne der Telekom bei den sog. mobilen Flatrates ab einem bestimmten Datenvolumen unzulässig sind.

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