Mittwoch, 19. September 2018

Nachfolger von Kengeter Theodor Weimer wird neuer Chef der Deutschen Börse

Neuer Börsenchef: Theodor Weimer

Einer der prominentesten deutschen Banker wechselt auf den Chefposten der Deutschen Börse. Am Nachmittag segnete der Aufsichtsrat des Finanzkonzerns die Personalie ab, über die auch das manager magazin in seiner Dezember-Ausgabe berichtet.

Der 57-Jährige Weimer führt die ehemalige Hypo-Vereinsbank seit gut acht Jahren erfolgreich und ist zudem Mitglied im 17-köpfigen operativen Führungsgremium von Unicredit. Er galt schon vor der Entscheidung des Aufsichtsrat als Top-Kandidat für den Posten. Obwohl die deutsche Tochter der wichtigste Gewinnlieferant ist, hatte Unicredit-CEO Jean Pierre Mustier Weimers Bestreben der Münchener nach mehr Eigenständigkeit zuletzt gebremst.

Weimer, dessen Familie in Wiesbaden lebt, wechselt zum 1. Januar an die Spitze der Deutschen Börse Börsen-Chart zeigen. Die rasche Berufung des einstigen Goldman-Sachs-Mannes verschafft Aufsichtsratschef Joachim Faber eine Atempause.

Der einstige Investmentbanker und Chef des Allianz Asset Managements steht unter scharfer Kritik, weil er trotz staatsanwaltlicher Ermittlungen und wachsendem Druck von Aktionären, Mitgliedern des Aufsichtsrats sowie der Aufsichtsbehörden über Monate stoisch an seinem CEO Carsten Kengeter festgehalten hatte.

Erst kürzlich gab Kengeter seinen Rücktritt zum Ende des Jahres bekannt, nachdem ein von Unternehmen und Staatsanwaltschaft ausgehandelter Deal von den Richtern des Frankfurter Amtsgerichts kassiert worden war.

Weimer hatte wie auch Kengeter prägende Jahre seiner Karriere bei der US-Investmentbank Goldman Sachs Börsen-Chart zeigen verbracht und war vor seinem Wechsel zur Unicredit eine der wichtigsten Figuren in der Frankfurter Büro.

Aus dieser Zeit kennt Weimer auch Multiaufsichtsrat Paul Achleitner, der zuvor Deutschland-Chef von Goldman Sachs war, mit Deutsche-Börse-Aufsichtsrat Faber befreundet ist und gemeinsam mit Faber in München eine Bürogemeinschaft betreibt.

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