Donnerstag, 19. Oktober 2017

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Autonomes Sammeltaxi Bus ohne Fahrer vor der Haustür - Bahn will mit "ioki" Uber verdrängen

Bahn macht mobil: "ioki" ist eine Mischung aus Sammeltaxi und Anrufbus - ohne Fahrer und elektrisch betrieben

Ein fahrerloser Elektrobus von der Haustür zum Bahnhof: Das ist die Zukunftsvision, die die Deutsche Bahn mit ihrer neuen Marke "ioki" verknüpft. Das Unternehmen wolle künftig Dienstleister für Gemeinden und Verkehrsbetriebe bei der Digitalisierung des öffentlichen Verkehrs sein, erklärte die Bahn am Mittwoch in Berlin. In diesem Monat soll die erste fahrerlose Buslinie im bayerischen Bad Birnbach starten.

Für den Namen des neuen Projekts hat die Bahn tief in die Trickkiste gegriffen: Der Name sei eine Wortschöpfung aus den Begriffen "Input", "Output" und "Künstliche Intelligenz", soll also offensichtlich nach Zukunft klingen.

In Hamburg wird die Bahn zudem kommendes Jahr einen Shuttlebus (mit Fahrer) einsetzen, den die Fahrgäste per Smartphone-App zu sich bestellen können. Außerdem werde das Unternehmen dort ein Testfeld für fahrerlose Busse einrichten.

Personenverkehrsvorstand Berthold Huber erklärte bei der Vorstellung von "ioki", dass die neuen Dienste "jederzeit digital buchbar" sein sollten, "in der Stadt wie auf dem Land mit Anschluss an die Schiene". Kunden würden kein eigenes Auto mehr benötigen.

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Ein 40-köpfiges Team solle geeignete Fahrzeuge, Routen und digitale Plattformen für Kommunen entwickeln. Außerdem wolle die Bahn mithelfen, standardisierte Zulassungsverfahren für die neuen Angebote zu finden. Die ersten regulär betriebenen fahrerlosen Verkehrsangebote strebe "ioki" bis spätestens 2025 an, erklärte das Unternehmen.

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Bild: REUTERS

la/reuters

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