Samstag, 30. Juli 2016

Alle Artikel und Hintergründe

Imageumfrage unter Führungskräften VW-Skandal beschädigt Image der Dax-Konzernchefs

Der VW-Abgasskandal trübt das Bild der Dax-Konzernchefs unter den Führungskräften in Deutschland

Dieselgate beschädigt nicht nur den Ruf des Volkswagen-Konzerns, sondern hat auch negative Auswirkungen auf die Reputation der Vorstandsvorsitzenden der großen börsennotierten deutschen Unternehmen. Dies ist das Ergebnis einer großangelegten Studie zu Ruf und Ansehen der 150 wichtigsten deutschen Unternehmen und ihrer Topmanager, die manager magazin zusammen mit Professor Joachim Schwalbach von der Berliner Humboldt-Universität im Herbst vergangenen Jahres erhoben hat.

Befragt wurden dabei 2156 Manager der ersten und zweiten Führungsebene. Die Resultate veröffentlicht das manager magazin in seiner am Freitag (22. Januar) erscheinenden Ausgabe.

Zum ersten Mal seit 1986, als das manager magazin das Image der Unternehmen erstmals ausleuchtete, steht kein Unternehmen der Automobilindustrie an der Spitze der Liste der angesehensten Firmen der Republik. Den besten Ruf unter Deutschlands Führungskräften genießt derzeit der Hausgerätehersteller Miele.

Besten Ruf unter Führungskräften geniest Miele

Beim Ruf der Konzernchefs urteilen die Befragten ähnlich. Während bei der Untersuchung 2015 zum Ansehen der Topmanager gleich drei Vertreter der Autoindustrie auf den ersten drei Plätzen standen, ist 2016 nur noch Daimler-CEO Dieter Zetsche in den Top Ten vertreten - er allerdings als Gesamtsieger. Sein Sieg ist Folge des Comebacks des schwäbischen Autoherstellers.

Daimler-Chef Dieter Zetsche ist der angesehenste deutsche Unternehmensführer unter Führungskräften, gefolgt von Günther Fielmann (Fielmann), Volkmar Denner (Bosch), Willi und Isolde Liebherr (Liebherr) und Nicola Leibinger-Kammüller (Trumpf)
Getty Images
Daimler-Chef Dieter Zetsche ist der angesehenste deutsche Unternehmensführer unter Führungskräften, gefolgt von Günther Fielmann (Fielmann), Volkmar Denner (Bosch), Willi und Isolde Liebherr (Liebherr) und Nicola Leibinger-Kammüller (Trumpf)
"Der Abgasskandal löste unter den Führungskräften einen regelrechten Misstrauensschub gegenüber reinen Börsenkonzernen und ihren Topmanagern aus", analysiert Studienleiter Schwalbach: "Familienunternehmen oder von starken Inhabern dominierte börsennotierte Konzerne genießen derzeit ein deutlich höheres Vertrauen als solche mit breit gestreutem Aktienkapital."

Familien- und eigentümerdominierte Unternehmen haben hohe Reputation

Zwei Drittel der 50 reputationsstärksten Firmenlenker kommt aus dem Lager der familien- und eigentümerdominierten Adressen, nur ein Drittel aus der Gruppe der breit gestreuten Börsenfirmen. Unter den 50 am wenigsten angesehenen CEOs ist das Verhältnis genau umgekehrt. Die drei Dax-Chefs mit dem schlechtesten Ruf sind Vonovia-Vormann Rolf Buch (Platz 144), RWE-Chef Peter Terium (Platz 143) und Eon-Lenker Johannes Teyssen (Platz 138).

Mehr Wirtschaft aus erster Hand? Der obige Text ist nur ein minimaler Ausschnitt aus der Februar-Ausgabe des manager magazins. Das neue Heft (und die nächste Ausgabe) können Sie hier im Vorteilsangebot bestellen.
Oder stöbern Sie hier in der digitalen Ausgabe des manager magazins. Die digitale Ausgabe ist hier für Sie verfügbar, ab Freitag liegt die Print-Ausgabe am Kiosk. Abonnenten liefern wir das frische manager magazin am Donnerstag in den Briefkasten oder elektronisch. Oder beides.

Mehr manager magazin
Zur Startseite

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH