Samstag, 29. April 2017

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Demografischer Wandel - da hilft nur eine Tech-Offensive Zuwanderung ist die falsche Strategie

Roboter-Rezeptionist des japanischen Herstellers Kokoro: Statt auf einen Ersatz menschlicher Arbeitskraft durch Zuwanderung zu hoffen, sollten wir wie Japan auf eine deutliche Automatisierung setzen.

Daniel Stelter

Am Sonntag machte der in Berlin erscheinende "Tagesspiegel" erneut mit dem Thema Zuwanderung auf. Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler durfte erläutern, dass die Aufnahme und Unterstützung der Flüchtlinge aus Syrien eine humanitäre Aufgabe sei, notwendig schon alleine, weil wir militärisch vor Ort nicht helfen könnten.

Damit nicht genug. Er betonte den ökonomischen Nutzen der Zuwanderung, da Wirtschaft und Sozialsysteme wegen der demografischen Entwicklung auf Zuwanderung angewiesen seien. Bundeskanzlerin Merkel hätte auf diesen ökonomischen Nutzen für uns von Anfang an deutlicher hinweisen müssen, so der Wissenschaftler.

Erneut also der Versuch, uns einen ökonomischen Nutzen zu suggerieren, der bei einer nüchternen und sachlichen Analyse selbst im optimistischen Fall nie eintreten wird. Die Zuwanderung wird, anders als politisch motiviert und medial immer wieder betont, eben keinen ökonomischen Nutzen bringen. Schon vor der aktuellen Zuwanderungskrise hat dies die Bertelsmann Stiftung aufgezeigt. Auch andere Analysen, die schon seit Monaten vorliegen, zeigen dies eindeutig. Die Zuwanderung, die wir heute erleben, wiederholt nicht nur die Fehler früherer Einwanderungsperioden, sondern potenziert sie.

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