Freitag, 29. Juli 2016

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Einsatz in der Elbe Havariertes Containerschiff ist wieder frei

Die "Indian Ocean": Zurück in der Fahrrinne der Elbe

Die "CSCL Indian Ocean" steckt nicht mehr in der Elbe fest: Zwölf Schlepper mit zusammen mehr als 1000 Tonnen Zugkraft haben das Schiff in der Nacht zum Dienstag zurück in die Fahrrinne gezogen.

Das Manöver begann gegen 2 Uhr, wenige Minuten später war bereits das Heck des 400 Meter langen Frachters frei. Nach 20 Minuten hatte das Schiff wieder Wasser unter dem Kiel.

Das Havariekommando in Cuxhaven hatte die Aktion bewusst so terminiert, weil eine Springtide anstand. Dazu kam der kräftige südwestliche Wind über der Nordsee. Dadurch war das Hochwasser in dieser Neumondnacht um gut 1,20 Meter höher als normal. Der Abschnitt der Elbe wurde für die Dauer des Manövers gesperrt. Inzwischen ist die "Indian Ocean" in Hamburg angekommen.

Das Schiff war am vergangenen Mittwochabend nahe Stade nach einem Ausfall der Ruderanlage auf Grund gelaufen. Seitdem steckte das Schiff rund 30 Kilometer elbabwärts vom Hamburger Hafen fest. Zwei Abschleppversuche waren bereits gescheitert.

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Die Vorbereitungen für den erneuten Versuch hatten dann am vergangenen Donnerstagabend begonnen. Einsatzkräftepumpten Schweröl aus dem Schiff, um es leichter zu machen. Bagger trugen vor allem an der Steuerbordseite, dem Heck und dem Bugbereich rund 45.000 Kubikmeter Erdreich ab.

Der Frachter der chinesischen Reederei China Shipping Container Lines gehört zu den modernsten Containerschiffen der Welt. Er wurde 2015 in Dienst gestellt und kann knapp 19.000 sogenannte 20-Fuß-Standardcontainer transportieren.

Zum Zeitpunkt der Havarie hatte das Schiff nach Angaben der Polizei etwa elf Meter Tiefgang und war auf der Fahrt von Felixstowe in Großbritannien nach Hamburg. An Bord befinden sich etwa 6600 Container.


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aar/dpa

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