Samstag, 17. November 2018

Conti-Chef Degenhart "Unsere Industrien verändern sich schneller als je zuvor"

Conti-Chef Elmar Degenhart (mit Finanzvorstand Wolfgang Schäfer und Personalvorstand Ariane Reinhart): "Das Innenleben des Autos, wie wir es kennen, wird sich in 10 Jahren völlig anders zusammensetzen"

Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental Börsen-Chart zeigen will das Geschäft mit Mobilitätsdiensten deutlich ausbauen. Den Umsatz von über 500 Millionen Euro mit Dienstleistungen für die Mobilität - bessere Verkehrsführung, digitale Kartendienste, Robotertaxi oder auch Carsharing - will der Dax -Konzern bis 2020 verdoppeln.

"Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung: Das Innenleben des Autos, wie wir es kennen, wird sich in 10 bis 15 Jahren völlig anders zusammensetzen", sagte Vorstandschef Elmar Degenhart am Freitag auf der Hauptversammlung in Hannover. "Das politische Umfeld und unsere Industrien verändern sich schneller als je zuvor."

Umsatz deutlich gestiegen - Autoboom hält Conti auf Kurs

Continental Börsen-Chart zeigen hat zum Jahresauftakt weiter vom Boom der Autobranche profitiert. Umsatz und operatives Ergebnis des weltweit drittgrößten Autozulieferers stiegen zum Jahresauftakt stärker als erwartet. Konzernchef Elmar Degenhart sieht das Unternehmen daher trotz höherer Rohstoffkosten auf Kurs zu den Jahreszielen.

Demnach soll der Umsatz 2017 um mehr als 6 Prozent auf mehr als 43 Milliarden Euro steigen. Bei der operativen Marge - also dem was vor Zinsen und Steuern (Ebit) vom Umsatz als Gewinn hängenbleibt - soll ein Wert von mehr als 10,5 Prozent sicher erreicht werden.

Aktie an der Dax-Spitze

Die Anleger von Continental Börsen-Chart zeigen nahmen die Zahlen mit Wohlwollen auf. Die Aktie des Zulieferers setzte sich am Freitag mit einem Plus von 1,5 Prozent an die Spitze des Dax Börsen-Chart zeigen.

In den ersten drei Monaten des Jahres zog der Erlös um 11,7 Prozent auf 11 Milliarden Euro an, wie Continental vor der am Freitag in Hannover stattfindenden Hauptversammlung mitteilte. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern zog um knapp zehn Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro an.

Autoindustrie: "Disruption dauert"Damit habe die operative Marge in den ersten drei Monaten bei 10,7 Prozent gelegen. Der Umsatz und operatives Ergebnis fielen etwas höher aus als Experten erwartet hatten.

Damit sei ein sehr guter Start in das Jahr gelungen, sagte Degenhart. "Trotz gestiegener Rohstoffkosten deutet alles darauf hin, dass wir unsere selbst gesteckten, anspruchsvollen Ziele 2017 sicher erreichen können." Die detaillierten Zahlen für das erste Quartal will der Konzern am 9. Mai veröffentlichen.

la/dpa

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