Mittwoch, 1. Juni 2016

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So managen Sie den digitalen Wandel Wie Manager "Change" bewältigen

"Change" ist ein Schlüsselbegiff in Vorstands- und Aufsichtsratsetagen. Alle Führungskräfte müssen heute Veränderungsprozesse gestalten - nicht nur das Top-Management. Personal- und Change-Experte Stephan Penning erklärt, welche Rollen Führungskräfte dabei beherrschen müssen.

Kein Megatrend treibt die Veränderung in Wirtschaft und Gesellschaft so rasch an wie die Digitalisierung. Neue Geschäftsmodelle und Produkte entstehen, alte sterben, Prozesse sollen im "Enterprise 2.0" interaktiver und weniger durch Hierarchie gesteuert sein, Projekte werden miteinander vernetzt simultan durchgeführt.

Die neuen Technologien eröffnen Change-Verantwortlichen ungeahnte Möglichkeiten: Unabhängig von Geographie und Zeitzonen lassen sich Mitarbeiter durch IT-Vernetzung in Veränderungsprozesse einbinden. Brainstormings in Live-Meetings werden genauso möglich wie interaktive Jam-Sessions, bei denen Mitarbeiter ihre Lösungsvorschläge einbringen können. Feedbacks lassen sich virtuell einholen und ebenso rasch wie strukturiert auswerten.

Interne soziale Netzwerke und Wikis sorgen dafür, dass alle Beteiligten über den Projektfortschritt und individuelle Arbeitsschritte auf dem gleichen Stand sind und sich austauschen können - um persönliche Meetings noch gezielter vorzubereiten. Amerikanische Firmen, insbesondere natürlich im IT- und Technologie-Umfeld, haben hier bereits hochprofessionalisierte Lösungen geschaffen. Deutsche Unternehmen hängen hier noch hinterher, vor allem viele Mittelständler.

Digital-Evangelist: Führungskräfte als Treiber des digitalen Wandels

Aufgrund der heute immer einfacher verständlichen Nutzeroberflächen benötigen viele Beteiligte keine vertieften Kenntnisse über Digitalisierung oder IT. Anders sieht dies jedoch bei den Change Managern - also den Führungskräften - selbst aus: Ihr Anforderungsprofil steigt drastisch.

Business Intelligence, Big Data, Cloud Services oder Data Science dürfen für sie keine Fremdworte mehr sein. Vielmehr müssen sie selbst zu Treibern und Gestaltern hinter den Prozessen werden, die hinter den neuen Technologien stehen. Unternehmenschefs müssen darum ihre Führungskräfte dauerhaft intensiv weiterbilden, damit niemand den Anschluss verliert.

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