Samstag, 3. Dezember 2016

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Börse schwankt stark Öl-Crash, Euro, Fed lassen Dax tanzen

Absturz: Der Dax hat im Dezember rund 1000 Punkte nachgegeben. Der Ölpreis stürzt unterdessen weiter ab. Unmittelbar vor der erwarteten Zinswende in den USA sind Dax-Anleger extrem nervös.

Der Dax hat in 10 Handelstagen 10 Prozent eingebüßt. Ölpreis-Crash und die nahende US-Zinswende sorgen für starke Schwankungen. Nun startet der Index eine Aufholjagd.

Am 3. Dezember um 12 Uhr war für Anleger die Welt noch in Ordnung. Der Dax tanzte oberhalb von 11.300 Punkten, alle freuten sich auf die nächste Welle billigen Geldes der EZB, der Euro taumelte Richtung Dollar-Parität, und Analysten diskutierten die Frage, ob der Dax zum Jahresende noch über die 12.000-Zähler-Marke klettern würde.

Elf Tage später tauchte der Dax Börsen-Chart zeigen zeitweise unter 10.200 Punkte, der Euro ist auf 1,10 US-Dollar hochgeschossen, eine Zinserhöhung in den USA steht unmittelbar bevor, und Anleger bewegt die Frage, ob im Aktienjahr 2015 noch Gewinne im Dax übrig bleiben werden. Was ist passiert?

Auf den ersten Blick nicht viel. EZB-Chef Draghi hat die Geldschleusen noch weiter geöffnet, der Ölpreis hat weiter nachgegeben, und die US-Notenbank zeigt sich entschlossen, ihren Worten Taten folgen zu lassen und den US-Leitzins am Mittwoch zu erhöhen. Dies alles kommt nicht überraschend - dass Anleger dennoch das große Zittern haben, hat mit einem Mix aus ökonomischen, geldpolitischen und psychologischen Faktoren zu tun.

Sie dürften weiter für hohe Nervosität und für einen turbulenten Jahresschluss an der Börse sorgen - starke Schwankungen nach unten und nach oben eingeschlossen. Börsianer bewegen derzeit fünf Probleme.

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