Dienstag, 20. November 2018

Zu wenig Kühlwasser Hitze senkt Rheinpegel - BASF drosselt Produktion

BASF in Ludwigshafen am Rhein: Der Fluss führt wegen der Hitze immer weniger Wasser, auch für BASF wird das zum Problem

Die Hitzewelle setzt nicht nur der Landwirtschaft zu. Sie lässt auch den Pegel der Flüsse absinken. Für BASF am Rhein-Standort Ludwigshafen hat das Konsequenzen: Der Konzern muss die Produktion senken, da er nur begrenzt Wasser zur Kühlung seiner Anlage entnehmen darf. Auch der Transport mit Schiffen könnte bald schwierig werden, heißt es.

Aufgrund der andauernden Sommerhitze und des gesunkenen Rheinpegels muss der Chemiekonzern BASF Teile der Produktion am Standort Ludwigshafen drosseln. Daher könne es in den kommenden Tagen Lieferengpässe geben, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Um welche Produkte es dabei geht, wurde nicht mitgeteilt. Laut BASF gibt es gesetzliche Vorgaben, wonach beispielsweise nur eine begrenzte Menge an Kühlwasser aus dem Rhein entnommen werden darf. Daher könnten nicht alle Anlagen ausreichend gekühlt werden.

Bei weiterhin sinkendem Pegelstand könne zudem der Warentransport über den Rhein nur noch begrenzt erfolgen. Aktuell halte man den Transport mit Schiffen - trotz des niedrigen Wasserstands - noch aufrecht, indem mehr Binnenschiffe eingesetzt werden. Mit Blick auf die Wetter- und Pegelprognosen bereite BASF aber die Verlagerung auf alternative Verkehrsträger vor.

rei/dpa-afx

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