Dienstag, 28. Juni 2016

Streit mit FBI Apple legt Einspruch gegen Entsperrung des iPhone ein

Apple-Chef Tim Cook: "Es geht nicht um ein einzelnes iPhone"
Getty Images
Apple-Chef Tim Cook: "Es geht nicht um ein einzelnes iPhone"

Der Streit um die Entschlüsselung eines iPhones für Ermittlungszwecke zieht immer weitere Kreise. Apple legte am Donnerstag offiziell Einspruch gegen die Anordnung ein, im Fall des Islamisten-Anschlags von San Bernardino das iPhone eines Täters entsperren zu müssen.

Der kalifornische Technologie-Riese argumentiert, dass ein solcher Zwang beispiellos sei und im ersten Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung verbriefte Rechte verletze. Apple Börsen-Chart zeigen beruft sich dabei mit Blick auf die Entwicklung seiner Rechner-Codes auf die Redefreiheit, die in den USA besonderes Gewicht hat und auch für Firmen gilt. "In dem Fall geht es nicht um ein einzelnes iPhone", erklärte Apple.

Schützenhilfe von Twitter, Facebook und Google

Auf Schützenhilfe kann Apple von Twitter , Facebook Börsen-Chart zeigen und Google Börsen-Chart zeigen hoffen. Der Kurznachrichtendienst Twitter kündigte an, sich bei Gericht für Apple einsetzen zu wollen. Das soziale Netzwerk Facebook und der Internet-Konzern Google planen Insidern zufolge dasselbe. Der Fernsehsender CNBC meldete, Facebook und Google wollten bei Gericht eine Stellungnahme einreichen, in der sie die Position Apples unterstützten.

Das FBI untersucht derzeit, ob die Attentäter von San Bernardino mit der Extremisten-Miliz IS in Kontakt standen. Dafür will das Justizministerium Apple per Gerichtsurteil zwingen, das iPhone eines Angreifers für die Ermittler zu entschlüsseln.

Bei dem Anschlag im Dezember hatten zwei Islamisten 14 Menschen erschossen, bevor sie selbst von der Polizei getötet wurden. Die Anfrage an Apple bei diesen Ermittlungen ist kein Einzelfall: Aus Behördenunterlagen ging jüngst hervor, dass sich das Ministerium zuletzt landesweit bei 15 Geräten um eine Umgehung der Schutzmechanismen bemüht hat.

la/dpa/reuters

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