Mittwoch, 24. Oktober 2018

Schlafen, wo sonst Koffer lagern Airbus bietet künftig Betten im Flugzeug-Frachtraum an

Airbus-Modell der Bettenburg im Flugzeugrumpf

Schlafen, wo sonst Koffer lagern: Der europäische Flugzeugbauer Airbus Börsen-Chart zeigen bietet künftig Betten in den Frachträumen einzelner Flugzeugmodelle an. Ab 2020 könnten die entsprechenden Module zunächst in Flugzeugen des Typs A330 nachgerüstet werden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mit. Ein Einbau in den Langstreckenflieger A350 XWB werde ebenfalls geprüft.

Airbus hat die Betten gemeinsam mit dem Flugzeugsitz-Hersteller Zodiac entwickelt. Pläne zeigen neben reinen Betten-Abteilen auch einen Familienbereich mit Rutsche, einen Erste-Hilfe-Bereich, eine Lounge sowie einen Konferenzraum. Alle Module seien schnell austauschbar, sodass der Frachtraum schon nach einem kurzen Umbau wieder für seinen eigentlichen Zweck genutzt werden könne.

Zuletzt habe auch die Fluglinie Qantas über spezielle Schlafbereiche in ihren Maschinen nachgedacht, schreibt "Bloomberg" in Bezug auf Airbus' Ankündigung. Die Australier wollten Langstreckenflüge erträglicher für ihre Kunden machen und denke aktuell über direkte Verbindungen zwischen Brisbane und Chicago nach.

Flugzeugbauer und Airlines bringen regelmäßig neue Komfort-Innovationen an den Start - bevorzugt bei den großen Branchentreffen in Frankfurt, Paris oder Dubai. Emirates hatte im November etwa neue First-Class-Kabinen mit virtuellen Fenstern präsentiert, die auch im Mittelgang einen Blick nach draußen ermöglichen sollen.

luk

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