Donnerstag, 25. August 2016

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Airbnb-Mitgründer Blecharczyk über seine Offensiv-Pläne Der meist gehasste Mann der Hotelbranche

Airbnb will künftig mehr sein als ein reiner Der Onlineübernachtungsdienst: "Die Kunden suchen mehr und mehr nach personalisierten Erfahrungen. Sie wollen nichts von der Stange", sagt Nathan Blecharczyk, Mitgründer und CTO von Airbnb, im Interview mit manager magazin online

mm.de: Wie fühlt es sich an, der meist gehasste Mann der Hotelbranche zu sein?

Blecharczyk: Darüber denke ich ehrlich nicht so oft nach. Und ich glaube auch nicht, dass das jeder so sieht. Der CEO von Hilton hat mir gesagt, dass er sich nicht von AirBnB bedroht sieht. Und es gibt - glaube ich - noch eine Menge anderer Hotelbetreiber, die das ähnlich sehen. Die großen Hotelketten sehen uns nicht als Bedrohung. Das was wir machen, ist etwas anderes. Ich glaube, mehr Auswahlmöglichkeiten zu schaffen, wie wir es tun, ist gut. Und das vergrößert den Kuchen.

Nathan Blecharczyk
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    Nathan Blecharczyk ist Mitgründer und CTO von AirBnB. Vor der Gründung seines eigenen Unternehmens war der Harvard-Absolvent und Vater einer kleinen Tochter unter anderem für Microsoft tätig.
mm.de: Kleinere Hoteliers sehen das durchaus anders. Nun ist die Hotelbranche aktuell auch weiß Gott nicht die einzige Industrie, deren Geschäftsmodell angesichts neuer technologischer Möglichkeiten und Spieler im Markt vor großen Herausforderungen steht. Wenn Sie ein Hotelbesitzer wären, wie würden Sie auf die Herausforderungen durch AirBnB, Wimdu, 9flats & Co. reagieren?

Blecharczyk: Hotels sehen die Entwicklung vor allem negativ. Weshalb sie sich gegen jegliche Änderungen wehren, die ihre Sache nicht voran bringt. Aber sie leisten Dinge, die AirBnB nicht leisten kann. Die Stärke der Hotels liegt in der Infrastruktur, dem Fitnessraum, der Rezeption, dem angeschlossenen Restaurant.

mm.de: Also genau das, worauf sie ebenfalls zielen. Sie arbeiten doch ebenfalls stetig daran, das Erlebnis sowohl für Reisende als auch Gastgeber zu verbessern, experimentieren zumindest in den USA mit einem Schlüsselübergabeservice, Putzdienstleistungen und Wäschedienst. Also was würden Sie machen?

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