Samstag, 18. August 2018

Hotelkonzern könnte Großaktionär werden Accor prüft Einstieg bei Air France-KLM

Air-France-Airbus: Der französische Staat prüft den Verkauf seines Anteils von 14,3 Prozent

Der französische Hotelkonzern Accor denkt über einen Einstieg bei der streikgeplagten Fluggesellschaft Air France-KLM nach. Der Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an dem französisch-niederländischen Airline-Konzern würde das Wachstum der Branche stärken, teilte Accor mit.

Der Hotelkonzern Accor Börsen-Chart zeigen, zu dem Marken wie Ibis Novotel und Sofitel gehören, will seine Überlegungen zur geeigneten Zeit mit Air France-KLM besprechen. Diese befänden sich noch in einem "sehr frühen Stadium".

Der französischen Zeitung "Le Echos" zufolge will Accor möglicherweise das Aktienpaket von 14,3 Prozent kaufen, das bisher dem französischen Staat gehört. Laut dem Bericht soll Accor-Chef Sebastien Bazin in diesem Fall Verwaltungsratschef der Airline werden.

An der Börse sorgten die Nachrichten für einen Kurssprung. Die Air France-KLM-Aktie Börsen-Chart zeigen, die in diesem Jahr stark unter den tagelangen Streiks der Piloten und dem überraschenden Abgang des langjährigen Konzernchefs Jean-Marc Janaillac gelitten hatte, gewann am Montagmorgen bis zu 7,4 Prozent an Wert. Zuletzt lag sie noch mit 4,55 Prozent im Plus bei 7,32 Euro.

Air France-KLM wird seit Mitte Mai von einem Übergangsteam geführt. Finanzchef Frédéric Gagey übernahm die Rolle des Generaldirektors. Unterstützt wird er von den Chefs der beiden Konzernsparten Air France und KLM, Franck Terner und Pieter Elbers. Die ehemalige französische Ministerin Anne-Marie Couderc steht als Präsidentin an der Spitze des Verwaltungsrats.

Der langjährige Konzernchef Janaillac hatte im Mai seinen Rücktritt bekanntgegeben, nachdem die Mitarbeiter der französischen Sparte Air France in einer Abstimmung den jüngsten Gehaltsvorschlag des Managements abgelehnt hatten. Mit der Befragung hatte der Manager eigentlich Druck auf die Gewerkschaften ausüben wollen.

mg/dpa-afx

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