Mittwoch, 22. November 2017

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Rivale Lufthansa noch nicht am Ziel Wöhrl kündigt hohes Gebot für Air Berlin an

Fängt er die Lufthansa noch auf der letzten Meile ab? Luftfahrtunternehmer Hans Rudolf Wöhrl kündigt ein konzertiertes Gebot für Air Berlin an

Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl hat den Bieterkampf um Air Berlin noch nicht abgehakt und will auf den letzten Metern die Lufthansa offensichtlich noch abfangen. Er kündigte ein hohes Gebot mit Partnern für die insolvente Fluglinie an.

Der Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl liebäugelt nach wie vor mit einer Übernahme der insolventen Air Berlin. "Ich gehe mal davon aus, dass wir Anfang der kommenden Woche das Angebot einreichen werden", sagte er am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin.

Ende August hatte Wöhrl noch erklärt, die Geschäftsdaten des insolventen Unternehmens nicht prüfen zu wollen, weil Air Berlin zuvor eine Vertraulichkeitserklärung von Wöhrl verlangt habe. Dies sei mit der von ihm angestrebten Gruppenlösung jedoch nicht vereinbar. Wöhrl hatte damit den Bieterkampf um Air Berlin aber offensichtlich noch nicht abgehakt.

Nun erklärte Wöhrl im Fernsehen zu dem voraussichtlichen Gebot: "Die Höhe ist ziemlich hoch. Ich glaube, man wird sehr, sehr überrascht sein", sagte Wöhrl weiter. Seine Offerte wolle er mit einigen Partnern zusammen abgeben.

"Es wird ein Programm sein, das in die mehreren hundert Millionen geht, in verschiedenen Raten bezahlt. Aber selbst die erste Rate, die wir bereit sind zu zahlen, ist sehr, sehr hoch." Durch die Höhe des Angebots erhoffe er sich bessere Chancen. Zudem wolle er Air Berlin nicht zerschlagen. "Entweder alles oder gar nichts."

Neben Wöhrl gibt es zahlreiche weitere Interessenten für Air Berlin. Derzeit gilt die Lufthansa als aussichtsreichster Bieter. Aber auch die britische Easyjet, der deutsche Ferienflieger Condor sowie das Berliner Logistikunternehmen Zeitfracht schauen sich die insolvente Airline an.

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