Montag, 30. Mai 2016

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Adidas übertrifft eigene Ziele Starker Abschied für Hainer

Herbert Hainer: Für das letzte volle Geschäftsjahr, das Hainer verantwortet, meldet Adidas einen Umsatz- und Gewinnsprung.

Im Herbst wird Henkel-Chef Kasper Rorsted den amtierenden Adidas-Chef Herbert Hainer an der Spitze des Sportartikelherstellers ablösen. Hainer verabschiedet sich mit starken Zahlen.

Adidas -Chef Herbert Hainer beendet sein letztes volles Geschäftsjahr an der Konzernspitze mit überraschend starkem Umsatz- und Gewinnwachstum. Der Umsatz vor Währungseinflüssen stieg um zehn Prozent auf 16,9 Milliarden Euro, wie der Sportausrüster am Donnerstag mitteilte. Der Gewinn im fortgeführten Geschäft ohne Sonderlasten in Russland und Lateinamerika legte um zwölf Prozent auf 720 Millionen Euro zu.

Damit übertraf Hainer seine erst im November angehobenen Ziele. Für das laufende Jahr kündigte er nun einen Anstieg von Umsatz und Betriebsergebnis jeweils im zweistelligen Prozentbereich an. Anleger zeigten sich erfreut: Die Aktie legte zu Börsenbeginn um drei Prozent zu.

Bei der Bekanntgabe der Neunmonatszahlen hatte Hainer für das Gesamtjahr 2015 ein Umsatzplus im hohen einstelligen Prozentbereich und einen Gewinnanstieg um rund zehn Prozent in Aussicht gestellt. Der Vorstandschef, der die Erwartungen der Aktionäre in den vergangenen Jahren mehrfach enttäuscht hatte, will sich aus Altersgründen verabschieden. Zum 1. Oktober soll Henkel -Chef Kasper Rorsted den 61-Jährigen an der Konzernspitze ablösen.

Abschreibungen in Russland und Lateinamerika belasten

Getrieben wurde das Wachstum im abgelaufenen Jahr von guten Geschäften der Kernmarken Adidas Börsen-Chart zeigen und Reebok in Westeuropa, Lateinamerika, China und weiteren Ländern in Asien und dem Nahen Osten. Sorgenkinder des Konzerns waren zuletzt das Geschäft in den USA und Russland sowie die kriselnde Golfsparte, die möglicherweise verkauft wird. Adidas äußerte sich bei der Veröffentlichung seiner vorläufigen Zahlen am Donnerstag nicht dazu.

Belastet wird der Gewinn von Abschreibungen in Russland und Lateinamerika. Wegen der Wirtschaftskrisen in Russland und Brasilien schreibt der Herzogenauracher Konzern in diesen Regionen Firmenwerte von insgesamt 34 Millionen Euro ab. Gegenwind erwartet Adidas durch den starken Dollar. Während die Kursentwicklung sich im vergangenen Jahr noch überwiegend positiv auf der Erlösseite niederschlug, steigen nun zunehmend die Kosten, da der Dollar auch die wichtigste Einkaufswährung der Branche ist.

la/dpa/reuters

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