Sonntag, 16. Dezember 2018

Nike-Rivale will Profitabilität deutlich steigern Adidas klettert zweistellig, Rorsted erhöht Dividende

Adidas-Chef Kasper Rorsted (rechts, neben Puma-Chef Björn Gulden): Gewinn soll kräftig steigen

Goldene Zeiten für Aktionäre von Adidas Börsen-Chart zeigen: Der Sportartikelhersteller schraubt seine Gewinnziele hoch und startet ein Verwöhnprogramm für seine Aktionäre. Eine höher als erwartet ausfallende Dividende und ein milliardenschwerer Aktienrückkauf sollen die Anteilseigner bei Laune halten. Basis dafür ist ein kräftiger Gewinnanstieg im vergangenen Jahr.

2018 dürften die Sprünge allerdings etwas kleiner ausfallen, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Dafür macht Adidas-Chef Kasper Rorsted nun beim Thema Profitabilität Dampf: Mittelfristig trauen sich die Franken in diesem Punkt nun deutlich mehr zu.

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Bild: Adidas

Plus 10 Prozent: Aktie nimmt nach Rückschlag ihre Rekordjagd wieder auf

Die Aktie von Adidas Börsen-Chart zeigen war am Mittwoch gefragt und legte zeitweise um 10 Prozent zu. Ein Händler merkte an, dass der Kurs seit seinem Rekordhoch vom August 2017 bei über 200 Euro um rund 16 Prozent nachgegeben habe.

Auf dem niedrigeren Kursniveau und angesichts der Aktienrückkäufe dürften Anleger nun wieder zugreifen.

Konzernchef Rorsted sprach von einem "starken Jahr" für Adidas Börsen-Chart zeigen . China, Nordamerika und das Online-Geschäft seien Haupttreiber dieser Entwicklung gewesen. "Wir sind der Erfüllung unserer Mission, das weltweit beste Sportartikelunternehmen zu sein, deutlich näher gekommen", sagte er selbstbewusst.

Umsatz 2017 um 15 Prozent auf 21 Milliarden Euro gestiegen

Der Umsatz zog 2017 um 15 Prozent auf 21,2 Milliarden Euro an, angetrieben von einem starken Wachstum der Hausmarke Adidas und einer guten Nachfrage nach Laufschuhen und modischen Sneaker. Fortschritte machte der Konzern laut Rorsted auch beim Sorgenkind Reebok, das derzeit umgebaut wird, weil die Marke ausgerechnet in der US-Heimat nicht voran kommt.

Etliche Läden wurden bereits dicht gemacht. Außerhalb Nordamerikas wuchs Reebok zweistellig, ab 2018 ist dann auch wieder Wachstum in der US-Heimat geplant.

Gewinn steigt auf 1,3 Milliarden Euro - Dividende von 2,60 Euro geplant

Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft verbesserte sich um ein gutes Viertel auf 1,35 Milliarden Euro und wäre ohne die Belastungen aus der US-Steuerreform bei 1,43 Milliarden Euro herausgekommen. Operativ legte Adidas um ein knappes Drittel zu und erreichte eine Marge von 9,8 Prozent.

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Die Aktionäre sollen nun eine Dividende von 2,60 Euro je Aktie erhalten. Dies sind 60 Cent mehr als im Vorjahr und auch mehr als Analysten erwartet hatten. Bereits am Vorabend hatte der Konzern einen Aktienrückkauf über insgesamt bis zu drei Milliarden Euro angekündigt.

Gewinn soll bis 2020 jährlich um 22 Prozent steigen

Die gesamte Sportartikelbranche profitiert derzeit von einem wachsenden Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung und davon, dass Menschen sich legerer kleiden und entsprechend auch sportliche Mode im Alltag tragen. 2018 steht zudem die Fußballweltmeisterschaft in Russland an, von der sich Adidas als Hauptsponsor einen Schub verspricht. Auch sein Online-Geschäft will der Konzern weiter ausbauen.

Im laufenden Jahr soll der Gewinn auf bis zu 1,7 Milliarden Euro steigen und die Marge auf bis zu 10,5 Prozent zulegen. Beim Umsatz traut sich die weltweite Nummer Zwei ein währungsbereinigtes Plus von etwa 10 Prozent zu. Anders als im Vorjahr sollen die Regionen Westeuropa und Lateinamerika aber nicht mehr zwei- sondern nur noch einstellig zulegen.

Adidas-Schuhe von Paul Pogba (Manchester United)
Getty Images
Adidas-Schuhe von Paul Pogba (Manchester United)

Die mittelfristigen Gewinnziele hob Adidas Börsen-Chart zeigen an. Bis 2020 soll der Gewinn nun jährlich im Schnitt um 22 bis 24 Prozent zulegen und die Marge bis auf einen Wert von 11,5 Prozent steigen. Ein Kritikpunkt von Analysten war stets, dass Erzrivale Nike Börsen-Chart zeigen profitabler ist. Der Konzern aus Oregon hatte zuletzt aber genauso wie Under Armour aus Baltimore mit einem schwierigen Handelsumfeld in den USA zu kämpfen, das von Rabattschlachten und Pleiten zahlreicher Händler gekennzeichnet ist.

la/nis/dpa-afx

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