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22.08.2013
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America Movil und Telefonica
Carlos und César kämpfen um E-Plus

Von Arvid Kaiser

Nur einer kann siegen. Zwei der größten Telefonkonzerne der Welt wollen unbedingt mit Milliardeneinsatz den deutschen Mobilfunker E-Plus kaufen. Für Telefónica-Chef César Alierta geht es um viel, für Mexikos Magnat Carlos Slim um noch mehr.

Bereit zum Showdown: Telefónica-Chef Alierta (l.), Carlos Slim
Reuters; Getty Images

Bereit zum Showdown: Telefónica-Chef Alierta (l.), Carlos Slim

Hamburg - Der Showdown kann kommen. Am 2. Oktober sind die Aktionäre des niederländischen Telefonkonzerns KPN zur außerordentlichen Hauptversammlung in Den Haag eingeladen. Wichtigster Tagesordnungspunkt ist der Verkauf der deutschen Mobilfunktochter E-Plus für acht Milliarden Euro an Telefonica Deutschland.

Das KPN-Management hatte es eilig, diesen Termin am Mittwoch festzulegen, denn kurz zuvor hatte der größte Aktionär seine Bereitschaft unterstrichen, den Deal zu torpedieren: Der vom Multimilliardär Carlos Slim kontrollierte mexikanische Telefonkonzern América Móvil Chart zeigen hatte die benötigten Mittel von sieben Milliarden Euro für die Komplettübernahme von KPN Chart zeigen zusammen.

Nur, wer am 4. September KPN-Anteile hält, ist stimmberechtigt. Bis dahin kann Slim seinen Anteil von derzeit knapp 30 Prozent kaum nennenswert ausbauen - doch auch so könnte es für ein Veto reichen, wenn die Beteiligung der Aktionäre so schwach bleibt wie bisher üblich.

Nicht mitentscheiden darf César Alierta, für ihn geht es aber um viel. Der Chef von Telefonica Chart zeigen könnte nach Jahren von Schuldenabbau und Rückzug mit der Fusion von E-Plus und O2 Chart zeigen endlich wieder in die strategische Offensive gehen. Zugleich könnte er damit die Europa-Pläne von Rivale Carlos Slim durchkreuzen - wenn der nicht umgekehrt Aliertas Pläne durchkreuzt. Carlos oder César, es kann nur einen geben. Auch anderswo streiten die beiden Telekommogule. Ein Überblick.

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