Sonntag, 24. Juli 2016

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Rekordfahrt gestoppt Umsätze der Dax-Konzerne fallen zurück

Konjunktur: Wohin steuert Deutschlands Wirtschaft
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DPA

Die Rekordfahrt der 30 Dax-Konzerne ist mit dem ersten Quartal vorerst gestoppt. Erstmals seit dem Jahr 2009 fallen ihre Umsätze, zeigt eine Studie. Noch stärker rutschten ihre Gewinne ab - vor allem die Autobauer bekamen das zu spüren.

Frankfurt am Main - Das schwache Europa-Geschäft hat Deutschlands Top-Konzernen zu Jahresanfang einen Dämpfer verpasst. Erstmals seit 2009 haben die 30 größten börsennotierten deutschen Unternehmen weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr.

Wie sich aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Beraterfirma Ernst & Young ergibt, kommen die Dax-Konzerne im ersten Quartal auf Erlöse von 308 Milliarden Euro - das sind 2,4 Milliarden oder 0,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit geht eine Serie vom Umsatzrekorden zu Ende.

"Die deutschen Top-Unternehmen bekommen den konjunkturellen Gegenwind in Europa immer stärker zu spüren", sagt Thomas Harms, Partner bei Ernst & Young. "Dank ihrer globalen Aufstellung und der guten Entwicklung in den USA und China halten sich die Einbußen zwar in Grenzen, abkoppeln können sich die Unternehmen von der Konjunkturkrise in Europa allerdings nicht mehr." In Europa sanken die Umsätze laut Studie um 1,3 Prozent, während in den USA ein Plus von knapp vier Prozent gelang.

Noch stärker als die Erlöse ging laut Studie der operative Gewinn (Ebit) zu Jahresanfang zurück. Er fiel um 3 Prozent auf 30,3 Milliarden Euro. 13 Unternehmen erwirtschafteten zum Teil deutlich niedrigere Überschüsse als im Vorjahreszeitraum, zwei Unternehmen schrieben sogar rote Zahlen.

Besonders stark fiel der Rückgang bei den Automobilunternehmen Volkswagen, Daimler Börsen-Chart zeigen, BMW Börsen-Chart zeigen und Continental Börsen-Chart zeigen aus: Deren Gewinn sank nach Berechnungen der Experten wegen der Absatzkrise in Westeuropa um ein Viertel, der Umsatz rutschte um knapp 3 Prozent ab. Gewinnstärkstes Unternehmen war dagegen der Energieversorger Eon Börsen-Chart zeigen mit einem operativen Gewinn von 3,5 Milliarden Euro vor dem Versicherungskonzern Allianz Börsen-Chart zeigen mit 2,8 Milliarden Euro.

rei/rtr

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