Montag, 20. November 2017

Alle Artikel und Hintergründe

Buffett-Aktionäre im Glück Berkshire Hathaway meldet Gewinnsprung

Milliardeninvestor Buffett beim Twittern: "Warren is in the house."

Steigende Kurse und fast fünf Milliarden Dollar Gewinn im ersten Quartal haben die Aktionäre von Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway einmal mehr überzeugt. Über seinen Nachfolger hat der Altmeister auf der Hauptversammlung allerdings wieder nur indirekt gesprochen - dafür aber über seinen Sohn.

Omaha - Starinvestor Warren Buffett hat es passend zur Hauptversammlung seiner Investmentholding Berkshire Hathaway Börsen-Chart zeigen geschafft, einen satten Gewinn für seine Aktionäre zu erwirtschaften. Im ersten Quartal verdiente das Konglomerat unterm Strich 4,9 Milliarden Dollar (3,8 Milliarden Euro) und damit anderthalb mal so viel wie im Vorjahreszeitraum.

Vor allem das Versicherungsgeschäft warf mehr Geld ab, wie Berkshire Hathaway am Freitag nach US-Börsenschluss bekanntgab. Zu den etwa 80 Tochterfirmen gehören Rückversicherungen sowie der in den USA bekannte Autoversicherer Geico. Auch Buffetts berühmte Spekulationsgeschäfte erwiesen sich als einträglich.

Die Zahlen lagen über den Erwartungen und sorgten damit für gute Laune auf dem Aktionärstreffen von Berkshire Hathaway am Wochenende in Omaha. Die Veranstaltung ist auch als "Woodstock für Kapitalisten" bekannt. Bis zu 37.000 Aktionäre strömten in Buffetts Heimatstadt im US-Bundesstaat Nebraska, um ihrem Idol zu lauschen.

Buffett selbst spricht von einem "Woodstock für Kapitalisten". Viele kommen vor allem, weil sie sich dort köstlich unterhalten fühlen. Der verbale Schlagabtausch Buffetts mit dem stellvertretenden Verwaltungsratsvorsitzenden Charlie Munger ist für manche reine Comedy. Alljährlich wird die Veranstaltung von einer Video-Montage eröffnet. Diesmal gehörte dazu ein Duett Buffetts mit dem Rocksänger Jon Bon Jovi.

Buffett äußert keine Rentenpläne

Buffett hat viele seiner Fans reich gemacht. Allein seit dem letzten Aktionärstreffen im vergangenen Jahr ist die Aktie um ein Drittel im Wert gestiegen. Zur Freude der Anteilseigner macht der Altmeister keine Anstalten, in Rente zu gehen. "Ich liebe es, mir Gedanken über Berkshire zu machen", sagte der 82-Jährige. "Es ist ein Teil von mir."

Buffett hat binnen Jahrzehnten ein Reich geschmiedet, dass von einer Fast-Food-Kette (Dairy Queen) über eine Chemiefirma (Lubrizol) und einen Textilhersteller (Fruit of the Loom) bis hin zu einer Fluggesellschaft für Geschäftsreisende (Netjets) reicht. Hinzu kommen große Aktienpakete an börsennotierten Konzernen. Gerade kauft Buffett zusammen mit einem Finanzinvestor die Ketchup-Firma H.J. Heinz Börsen-Chart zeigen für 23 Milliarden Dollar auf.

Geld ist genug vorhanden: Ende März lagen 49,1 Milliarden Dollar in der Kasse, immerhin 11,3 Milliarden Dollar mehr als vor einem Jahr. Die Versicherungstöchter haben die größten Reserven.

Seite 1 von 2

© manager magazin 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH