Montag, 25. Juli 2016

Die wilden Pläne der Samwers, Teil II Wie Zalora Südostasien aufrollen soll

Zalora: Knapp 70 Millionen Verlust im Jahr 2012. Vor allem die Logistik im südostasiatischen Markt ist eine Herausforderung für den Online-Händler

Die wilden Pläne der Samwers, Teil II: Die Zalando-Schwester Zalora soll Modefreunde in acht südostasiatischen Ländern anlocken. Doch das gestaltet sich offensichtlich alles andere als leicht.

Hamburg - Die Brüder Marc, Oliver und Alexander Samwer und ihr Startup-Inkubator Rocket Internet versuchen, das wahrscheinlich größte E-Commerce-Imperium der Welt zu errichten. In seiner aktuellen Ausgabe berichtet das manager magazin über die wilden Pläne der Brüder, die unter anderem hinter dem Schuh-und Bekleidungshändler Zalando stehen.

Das Magazin gibt erstmals exklusiven Einblick in die Business Pläne der noch jungen Samwer-Startups, die von Australien bis Lateinamerika mit Kopien des US-Internet-Handelsriesen Amazon Börsen-Chart zeigen und des Schuh- und Modehändlers Zappos den Markt aufrollen sollen. manager magazin online veröffentlicht begleitend dazu ausgewählte Dokumente aus einer vertraulichen Investorenpräsentation. Heute: Zalora.

Das südostasiatische Zalando Pendant soll schon in wenigen Jahren zu einem Imperium mit Milliardenumsätzen heranwachsen. Doch die noch jungen E-Commerce-Märkte sind nicht leicht zu bedienen.

Vor allem Logistik und Infrastruktur stellen noch eine bedeutende Herausforderung dar. Die Dependance in Taiwan etwa wurde wieder dicht gemacht. Das Land wird nun von Singapur aus bedient. Die Anlaufverluste von Zalora sind beträchtlich.

Im vergangenen Jahr war der Verlust von Zalora mit rund 70 Millionen Euro fast doppelt so hoch wie der Umsatz, wie die Geheimpapiere belegen. Zwar stieg auch beim großen Vorbild Zalando der Verlust von 1,6 Millionen Euro in 2009 auf 92 Millionen in 2012, aber dem stand zuletzt immerhin ein Umsatz von fast 1,2 Milliarden Euro gegenüber.

Der weltweite Rollout des samwerschen Handelsimperiums verursacht aktuell vor allem eines: Immense Kosten. Schätzungen zufolge verbrennen die gesamten Ecommerce- Beteiligungen von Rocket Internet aktuell mindestens fünfzig Millionen Euro pro Monat.

Die wilden Pläne der Samwers, Teil 1: Wie die Brüder um Investoren buhlen

Mehr manager magazin
Zur Startseite

© manager magazin 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH