Donnerstag, 17. Januar 2019

DVAG Das System Siegeradler

Verkäufer Reinfried Pohl: Milliardär mit Strukturvertrieb
obs / DVAG

3. Teil: Stärke liegt in der Konsequenz des Systems Pohl

Die Feste und goldenen Uhren wirken altväterlich; die Betonung von Werten und Familie klingt nach PR-Blase, und doch steckt dahinter hartes Kalkül: Die Gattin, die nach einem Fußballturnier mit Michael Schumacher noch mit dem Rennfahrer geplaudert hat, wird seltener über Überstunden ihres Mannes stöhnen. Vielleicht spornt sie ihn sogar an, damit es im nächsten Jahr dann doch die Außenkabine auf dem Schiff wird. Und schon ist sie Teil des Systems Pohl.

Es ist ein simples System, dessen Stärke in der Konsequenz liegt, mit der einige wenige Grundsätze durchgezogen werden. In der Beschränkung auf wenige Anbieter - die Versicherungspolicen stammen meist von der Aachen Münchner oder Generali, die Fonds von der Deutsche Bank-Tochter DWS.

"Wir verkaufen Grundnahrungsmittel", sagt Pohl. Und in dem rigorosen Wettbewerb, der dem System zugrundeliegt. Denn bei aller familiären Atmosphäre - geht es um Leistung, kann Pohl ziemlich ruppig werden. Berüchtigt sind seine spätabends verschickten Faxe mit dem Vermerk "Eilt nicht". Früh am nächsten Morgen klingelt dann das Telefon - Herr Pohl wartet auf eine Antwort.

Wie heißt es so schön im Film für die Einsteiger: "Wir freuen uns auf den gemeinsamen Erfolg." Man kann das als Floskel verstehen. In Wahrheit ist es natürlich eine Aufforderung, sich endlich mal richtig reinzuhängen.

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