Dienstag, 13. November 2018

Nach Streiks Iberia-Chef tritt ab

Iberia-Maschinen in Madrid: Weniger Stellenstreichungen

Nach monatelangen Grabenkämpfen mit der Belegschaft tritt der Chef der angeschlagenen Fluggesellschaft Iberia zurück. Sein Nachfolger wird es schwer haben - er ist bei den Mitarbeitern noch unbeliebter.

Madrid - Rafael Sanchez-Lozano gebe seinen Posten mit sofortiger Wirkung ab, teilte der Mutterkonzern IAG, zu dem auch British Airways Börsen-Chart zeigen gehört, mit. Nachfolger wird Luis Gallego, Chef des Billigflieger-Ablegers Iberia Express, der für viele Beschäftigte der spanischen Airline ein rotes Tuch ist. Im Kampf gegen Stellenkahlschlag und geringere Bezahlung hatten sie zuletzt mit zwei fünftägigen Streiks Druck auf das Management gemacht.

Unter Vermittlung eines von der Madrider Regierung bestimmten Schlichters kam es dann zu einer Einigung. Demnach sollen deutlich weniger Arbeitsplätze abgebaut werden als ursprünglich geplant und der Gehaltsverzicht geringer ausfallen.

Nach Auskunft von International Airlines Group (IAG) trennen sich Sanchez-Lozano und Iberia Börsen-Chart zeigen in gegenseitigem Einvernehmen. IAG-Chef Willie Walsh würdigte die Leistungen des Managers bei der Sanierung der spanischen Tochter. Sanchez-Lozano habe einen wichtigen ersten Schritt geschafft, Iberia wieder in die Gewinnzone zu bringen. Er führte das Unternehmen seit 2009.

mahi/rtr

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