Montag, 17. Dezember 2018

Aus PPR wird Kering Puma-Mutter gibt sich neuen Namen

François-Henri Pinault: Bald nicht mehr PPR-Chef, sonder Vorsteher von Kering

Die französische Puma-Mutter PPR erfindet sich neu. Um der Transformation des Unternehmens zum reinen Luxus- und Sportkonzern Rechnung zu tragen, tauft sich der Konzern auf den Kunstnamen Kering um.

Paris - Der Name Kering soll an das englische Wort caring, also fürsorglich, erinnern, sagte PPR-Chef François-Henri-Pinault. Dies beschreibe die Haltung, die der Konzern gegenüber Kunden, Mitarbeitern, Aktionären, seinen Marken und der Umwelt einnehmen wolle. In der Bretagne, wo die Wurzeln von Pinaults Firmenimperium liegen, sei Ker zudem ein anderes Wort für Zuhause.

Begleitet wird der Firmenauftritt von einem neuen Logo, das eine Eule symbolisiert. Ähnlich weise wie die Eule solle auch der Konzern frühzeitig Trends erkennen, so Pinault. Der Umbenennung sollen die Aktionäre bei der Hauptversammlung am 18. Juni zustimmen.

Der Konzern hat sich seit seiner Börsennotierung im Jahr 1988 schon mehrmals umbenannt. PPR Börsen-Chart zeigen ist die Kurzform für Pinault-Printemps-Redoute, einem Mix aus dem Namen des Firmengründers und zweier früherer Flagschiffe des Konzerns, der französischen Kaufhauskette Printemps und dem Versandunternehmen La Redoute.

Inzwischen hat sich PPR aber von fast allen Handelsgeschäften, die einmal zum Konzern gehörten, getrennt. Mit dem Verkauf von La Redoute und der Unterhaltungselektronikkette Fnac werde dieser Prozess nun in diesem Jahr abgeschlossen, daher passe der alte Name nicht mehr, sagte Pinault. Der Konzern will sich künftig ganz auf die Bereiche Luxus - zu dem Marken wie Gucci, Alexander McQueen oder Bottega Veneta gehören - sowie Sport-Lifestyle konzentrieren.

Herzstück des Sportgeschäfts ist der fränkische Sportartikler Puma Börsen-Chart zeigen, an dem PPR etwas mehr als 80 Prozent hält. Dazu gesellen sich kleinere Marken wie die US-amerikanische Snowboard- und Skatermarke Volcom oder der schwedische Outdoorspezialist und Gummistiefelhersteller Tretorn. Auch durch weitere Zukäufe soll der Umsatz von knapp zehn Milliarden Euro im vergangenen Jahr bis 2020 auf 24 Milliarden steigen.

mg/dpa-afx

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