Hamburg - "Unser Ziel ist es, einen Weg zu finden, dass unsere Kunden ihr Paket bekommen, wann und wohin sie es haben wollen", sagte Vorstandschef Hanjo Schneider dem "Handelsblatt". Der Umsatz soll um weitere 25 Prozent nach oben gehen. Helfen soll den Hamburgern von 2014 an der bessere Zustellservice, der zunächst in Ballungsgebieten starten soll.
Bis dahin muss das Unternehmen die Abläufe flexibilisieren, Prozesse und Informationstechnologie anpassen. "Die Toleranz soll maximal ein bis zwei Stunden betragen", verspricht Schneider. Zudem will er verstärkt nach Feierabend zustellen.
Die "letzte Meile" bis zur Haustür entscheidet über Wohl und Wehe von Paketdiensten: Während die Post vergangenes Jahr ihre Erträge im Paketgeschäft weiter steigerte, sah es bei Hermes mau aus. In der Otto-Konzernsparte "Service", die fast identisch ist mit der Firmentochter Hermes, halbierte sich im Geschäftsjahr 2011/12 der Betriebsgewinn auf 54 Millionen Euro.
Otto fällt zurück
Der Handelsverband Deutschland geht davon aus, dass die Branche 2012 rund 7 Prozent der Erlöse online erwirtschaftet hat. Waren im Wert von 27,6 Milliarden Euro orderten die Deutschen im Netz - ein Plus von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, so der Bundesverband des deutschen Versandhandels. Immer mehr Kunden kaufen im Internet, bestellen online Bücher, Fernseher und Schuhe - vor allem bei Händlern wie Amazon , Ebay oder Zalando. Otto dagegen fällt nach Informationen des manager magazins im Onlinehandel weit hinter die Konkurrenz zurück.
"Wir rechnen auch zukünftig mit weiterem Wachstum", sagt Schneider, der gleichzeitig Service-Vorstand des Mutterkonzerns Otto-Gruppe ist. Hermes ist nach Umsatz des Jahres 2011 in Deutschland auf Platz vier hinter DHL, DPD, und UPS.
mahi/dpa-afx
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