Samstag, 28. März 2015

Korruptionsvorwürfe Finmeccanica-Chef tritt zurück

Finito: Finmeccanica-Chef Giuseppe Orsi tritt zurück

Nachdem Finmeccanica-Chef Giuseppe Orsi vorgeworfen wurde, 2010 mehr als 50 Millionen Euro Bestechungsgeld für ein Hubschraubergeschäft mit Indien gezahlt zu haben, erklärte er nun seinen Rücktritt. Der Vertrag über die Helikopter wird rückabgewickelt.  

Rom - Im Korruptionsskandal um den italienischen Rüstungskonzern Finmeccanica ist der am Dienstag festgenommene Unternehmenschef Giuseppe Orsi zurückgetreten. Orsi habe seinen Rücktritt erklärt und lege auch sein Amt als Verwaltungsratsvorsitzender nieder, berichteten italienische Nachrichtenagenturen am Freitag. Orsi war am Dienstag nach monatelangen Ermittlungen der Justiz unter Korruptionsverdacht festgenommen worden. Es geht um den Verkauf von zwölf Hubschraubern im Jahr 2010 an Indien.

Orsi wird vorgeworfen, dass beim Verkauf von zwölf Hubschraubern im Wert von umgerechnet knapp 560 Millionen Euro an Indien im Jahr 2010 mehr als 50 Millionen Euro Schmiergelder geflossen sein sollen. Orsi beteuert seine Unschuld.

Das indische Verteidigungsministerium teilte am Freitag mit, es habe die Annullierung des Kaufvertrages eingeleitet. Nach der Festnahme Orsis hatte die Regierung in Neu Delhi am Donnerstag bereits die Zahlungen an das Unternehmen eingestellt.

Finmeccanica ist mit 70.000 Mitarbeitern weltweit einer der größten Arbeitgeber in Italien. Größter Aktionär ist der Staat.

got/afp

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