Donnerstag, 2. April 2015

Skepsis statt Stolz Vodafone-Mitarbeiter würden Hausprodukte eher nicht empfehlen

Vodafone: Mitarbeiter sind offenbar skeptisch über die Leistungsstärke der hauseigenen Produkte

Die eigenen Mitarbeiter halten Vodafone-Produkte offenbar für wenig empfehlenswert - zu diesem Ergebnis kommt eine Mitarbeiterbefragung des Telekommunikationskonzerns.

Hamburg - Die Mitarbeiter des Telekommunikationskonzerns Vodafone in Deutschland halten von den Produkten ihres Arbeitgebers offenbar wenig. In einer Mitarbeiterbefragung gaben 60 Prozent der Beschäftigten an, sie würden Produkte und Dienstleistungen von Vodafone eher nicht an Verwandte oder Freunde weiterempfehlen. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstermin: 15. Februar).

Rund 8000 deutsche Beschäftigte haben an der jüngsten Befragung aller Vodafone-Mitarbeiter weltweit teilgenommen. Die Ergebnisse, die dem manager magazin vorliegen, sind für Deutschland-Chef Jens Schulte-Bockum zum Teil verheerend. Denn in keinem anderen der insgesamt 20 Vodafone-Landesgesellschaften von Indien bis Großbritannien ist die Bereitschaft so gering, die eigenen Produkte weiterzuempfehlen wie hierzulande.

Auch beim Thema Kundennähe sehen die Deutschen ihre Firma hinten: Nur 21 Prozent sind der Meinung, der Kunde erlebe den "Kontakt mit Vodafone reibungslos und einfach", zitiert das manager magazin aus der Befragung. Weniger als die Hälfte empfindet die deutsche Vodafone-Tochter zudem als "kundenorientiert".

Ein Vodafone-Sprecher teilte mit, dass sich im Vergleich zum Vorjahr die Beteiligungsquote an der Befragung sowie die allgemeine Zufriedenheit erhöht hätten. Zugleich gebe es aber "Entwicklungsfelder, die wir sehr ernsthaft bearbeiten". Betriebsräte argumentieren hingegen, der Konzern habe zu viele Servicemitarbeiter und Techniker ausgelagert, um noch Topqualität liefern zu können.

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