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08.02.2013
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Geringere Kosten erhofft
Thomas Cook legt Fluglinien zusammen

Condor-Flugzeug: Baustein im neuen Thomas-Cook-Plan
Condor

Condor-Flugzeug: Baustein im neuen Thomas-Cook-Plan

Kein Durchatmen für Thomas Cook: Nach zwei harten Verlustjahren verschärft Europas zweitgrößter Reiseveranstalter seinen Sparkurs. Konzernchefin Harriet Green führt die Fluggesellschaften des Konzerns zusammen. An der Börse legt der Kurs der Thomas-Cook-Aktie zweistellig zu.

London - Thomas Cook-Chefin Harriet Green sieht sich gezwungen, noch mehr Geld als bisher zu sparen und glaubt einen hebel dafür gefunden zu haben: Sie will die verschiedenen Fluggesellschaften des Konzerns zu einer Gelesellschaft verschweißen.

Die deutsche Fluglinie Condor, die als profitables Vorbild im Konzern gilt, arbeitet ab März mit den Thomas Cook Airlines UK und Belgien in einem Geschäftssegment. Auch die Thomas Cook Airline Scandinavia soll enger eingebunden werden. Konzernchefin Harriet Green verspricht sich von dem Umbau weniger Doppelarbeit und straffere Strukturen. Ein gemeinsamer Auftritt, ein gebündelter Einkauf und gleiche Computersysteme sollen die Kosten erheblich senken, zusammen mit anderen Maßnahmen um jährlich 160 Millionen Pfund. Die Aktie des Konzerns legte an der Londoner Börse zeitweise um 11,94 Prozent zu.

Die bisherigen Sparbemühungen des Konzerns scheinen Erfolg gehabt zu haben. Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember lief es für Thomas Cook besser als ein Jahr zuvor. Zwar ging der Umsatz um sieben Prozent auf 1,7 Milliarden Pfund zurück. Allerdings schrumpfte der Vorsteuerverlust weitaus stärker um 16 Prozent auf 128 Millionen Pfund. Bei Reiseveranstaltern sind Verluste im Winter die Regel. Ihre Gewinne fahren sie in der Hauptreisezeit im Sommer ein.

Als Grund für den Erfolg führte das Management neben den erzielten Einsparungen die veränderte Geschäftspolitik an. Ähnlich wie Marktführer Tui Travel versucht sich Thomas Cook der Preisschlacht auf dem Reisemarkt mit exklusiven Hotelangeboten zu entziehen, die andere Veranstalter nicht im Programm haben. Auch sonst sollen Marktanteile weniger wichtig sein als der Gewinn. Wenn am Ende der Saison weniger Tickets übrig seien, müsse der Veranstalter auch weniger Reisen mit hohen Abschlägen verschleudern, sagte Green.

Einschnitte vor allem in Großbritannien

Für das laufende Jahr zeigte sich die Managerin verhalten optimistisch. "Das Geschäft in unseren wichtigsten Märkten Großbritannien, Deutschland und Skandinavien hat sich verbessert." Für Winter und Sommer setzte der Veranstalter fast in allen Regionen höhere Preise durch, nahm aber vor allem in Großbritannien bewusst geringere Buchungszahlen in Kauf.

Dabei bleibt in Großbritannien noch eine Menge zu tun: Obwohl Thomas Cook dort weniger Geschäft macht als in Zentraleuropa, war der operative Verlust im Vereinigten Königreich mehr als fünfmal so hoch. Mit einem weiteren Konzernumbau will Green nun Doppelarbeit abbauen und vor allem in Großbritannien die Strukturen straffen.

Vor allem die dortigen Probleme und das eingebrochene Geschäft für Nordafrika-Reisen hatten Thomas Cook in den zwei vergangenen Geschäftsjahren jeweils einen Verlust von mehr als 500 Millionen Pfund eingebrockt. Nur eine milliardenschwere Kreditlinie der Banken rettete zwischenzeitlich das Unternehmen. Green, die den Chefposten erst Mitte 2012 übernommen hat, soll den Konzern wieder auf Kurs bringen. Ihre komplette Strategie will sie aber erst im Frühling vorstellen.

kst/dpa-afx/rtr

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