Mittwoch, 8. Juli 2015

Weniger Katastrophen Munich Re meldet Gewinnsprung

Munich-Re-Chef von Bomhard: Gewinnsprung im vergangenen Jahr

Die Munich Re hat ein erfolgreiches Jahr 2012 hinter sich und erneut einen Milliardengewinn erzielt. Dem größten Rückversicherer der Welt kam zupass, dass sich im vergangenen Jahr weltweit vergleichweise wenige Katastrophen ereigneten.

München - Die Munich Re hat dank eines katastrophenarmen Jahres wieder einen Milliardengewinn eingefahren. Unter dem Strich verdiente der weltgrößte Rückversicherer 2012 rund 3,2 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Dienstag mitteilte. Das ist mehr als das Vierfache verglichen mit 2011, dem bisher teuersten Katastrophenjahr. Seinerzeit hatten das Erdbeben und der Tsunami in Japan, das Beben in Neuseeland und das Hochwasser in Thailand die Branche belastet.

2012 blieben derartige Großschäden aus, die teuerste Katastrophe war Hurrikan "Sandy" in den USA. Auch der kleinere Rivale Hannover Rück Börsen-Chart zeigenprofitierte davon und rechnet für 2012 mit einem Rekordgewinn von mehr als 800 Millionen Euro.

Auch der weltgrößte Rückversicherer Munich Re spürt allerdings den Wettbewerb in der Branche. Bei der Erneuerungsrunde zum 1. Januar konnte der Konzern die Preise nur leicht um 0,5 Prozent anheben, wie er am Dienstag mitteilte. Insgesamt stand etwas mehr als die Hälfte des Schaden- und Unfallgeschäfts zur Neuverhandlung mit den Kunden an - ein Prämienvolumen von rund 9,2 Milliarden Euro. Es sank um 1,5 Prozent auf gut neun Milliarden, weil das Neugeschäft das Volumen der nicht erneuerten Verträge nicht ganz wettmachen konnte.

"Die Nachfrage nach Rückversicherungsschutz bleibt relativ konstant, Kapazität ist ausreichend vorhanden", erklärte Vorstand Torsten Jeworrek. Vor diesem Hintergrund könne die Munich Re mit dem Ergebnis zufrieden sein. Ähnlich hatte sich in dieser Woche bereits die Hannover Rück geäußert.

Die Munich Re geht davon aus, dass sie sich auch im Naturkatastrophengeschäft mit stabilen Preisen bescheiden muss, sofern außerordentliche Ereignisse ausbleiben. Dieses Geschäft spielt eine größere Rolle bei den nächsten Erneuerungsrunden zum 1. April und zum 1. Juli.

cr/dpa/dpa-afx/rtr

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