Samstag, 30. Mai 2015

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Dreamliner-Desaster Japan Airlines will Boeing haftbar machen

Dreamliner der japanischen Fluggesellschaft ANA nach einer Notlandung in Takamatsu
AFP/ TWITTER
Dreamliner der japanischen Fluggesellschaft ANA nach einer Notlandung in Takamatsu

Wegen des Dreamliner-Desasters will nun auch Japan Airlines Schadenersatz vom US-Flugzeugbauer Boeing verlangen. Milliardenkosten zum Trotz stellte die Fluggesellschaft eine Anhebung der Gewinnprognose in Aussicht.

Tokio - Japan Airlines (JAL) will Schadenersatzansprüche gegen den US-Flugzeugbauer Boeing prüfen. Wegen des Ausfalls der "Dreamliner"-Flugzeuge rechne JAL im Zeitraum 16. Januar bis Ende März mit einem Einnahmeausfall von 1,1 Milliarden Yen (8,7 Millionen Euro), teilte das Unternehmen mit. Dennoch hob JAL die Gewinnprognose für das bis 31. März laufende Geschäftsjahr an.

JAL-Präsident Yoshiharu Ueki stellt allerdings klar, oberste Priorität habe zunächst, die Flugzeuge wieder in die Luft zu bekommen und weniger Gespräche mit Boeing über einen möglichen Schadenersatz. "Wenn die Situation geklärt ist, können und werden wir die Gespräche vorbereiten", sagte er.

Japan Airlines teilte mit, die Beeinträchtigungen durch den Dreamliner-Ausfall hätten teilweise durch das robuste Geschäft in Europa, Nordamerika und Südostasien kompensiert werden können: Die Fluggesellschaft hob ihre Jahresprognose um 16 Prozent auf 163 Milliarden Yen (1,3 Milliarden Euro) an. Dazu trage vor allem die Nachfrage auf Strecken nach Europa, die USA und nach Südostasien bei. Der Umsatz dürfte sich auf 1,23 Billionen Yen belaufen, 1,1 Prozent mehr als zuvor erwartet.

JAL hat sieben der 50 weltweit ausgelieferten Dreamliner in der Flotte und damit deutlich weniger als der Rivale All Nippon Airways (ANA). Dieser hatte ebenfalls angekündigt, Schadenersatzforderungen zu stellen, sobald deren Höhe klar sei.

Der Dreamliner von Boeing Börsen-Chart zeigen ist wegen mehrerer Sicherheitspannen seit Mitte Januar auf Anordnung der Behörden am Boden. Im Fokus der Untersuchungen stehen die hochmodernen Batterien der 787er-Maschinen. Auch die polnische LOT hatte angekündigt, Schadenersatzansprüche gegen Boeing zu prüfen.

ts/dpa/rtr

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