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04.02.2013
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Nach Bruchlandung
Alitalia findet Umlackieren "normal"

Vorher - nachher: Das Bild oben zeigt die Alitalia-Maschine am Samstagabend, unten am Sonntagmorgen
DPA/ TELENEWS

Vorher - nachher: Das Bild oben zeigt die Alitalia-Maschine am Samstagabend, unten am Sonntagmorgen

Die italienische Fluggesellschaft Alitalia steht nach dem nächtlichen Umlackieren ihrer in Rom verunglückten Maschine im Kreuzfeuer der Kritik. Nun hat sich das Unternehmen zu den Vorwürfen geäußert.

Rom - Die Empörung über das Krisenmanagement der italienischen Alitalia kennt keine Grenzen. "Das ist eine totale Schande", sagte Verbraucherschützer Rosario Trefiletti."Eine Hand voll Weiß reicht nicht aus, um die Schande auszulöschen", fügte Gewerkschaftsvertreter Antonio Divietri nach Medienberichten hinzu.

Auch beim Kurzmitteilungsdienst Twitter bekam das Unternehmen den Spott der Öffentlichkeit zu spüren. "Braucht ihr Maler? Wendet euch an Alitalia", schrieb ein Nutzer. "Ein bisschen Farbe löst jedes Problem", twitterte ein anderer.

Am Samstagabend war eine Maschine der Fluglinie mit 50 Menschen an Bord bei der Landung in Rom von der Piste abgekommen und im Gras gelandet. 16 Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. In der Nacht bekam die Maschine dann eine neue Lackierung - Farben und Schriftzug von Alitalia Chart zeigen verschwanden.

Alitalia verteidigte sein Krisenmanagement. "Das ist das normale Vorgehen, um negative Publicity zu vermeiden", sagte ein Sprecher italienischen Medien zufolge. Man habe verhindern wollen, dass dem Image der Firma Schaden zugefügt werde, das sei überall auf der Welt gängige Praxis und nicht ungewöhnlich.

Die Unglücksmaschine gehörte nach italienischen Angaben der rumänischen Fluggesellschaft Carpatair, war aber im Auftrag von Alitalia von Pisa nach Rom geflogen.

Gewerkschaftsvertreter gaben Alitalia die Schuld an dem Unglück: Der Deal mit Carpatair, der die Kosten senken soll, gefährde die Sicherheit der Passagiere. Für Montag kündigten Alitalia-Piloten und -Flugbegleiter einen Streik gegen die Partnerschaft mit Carpatair an.

Bereits Ende Januar hatten sie für einen Tag die Arbeit niedergelegt. In den vergangenen Wochen war es wiederholt zu Zwischenfällen auf Carpatair-Flügen im Auftrag von Alitalia gekommen. Die italienische Gesellschaft hat deshalb bereits die Strecke Ancona-Rom vom Flugplan genommen.

mg/ts/dpa

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