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01.02.2013
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AB Inbev/Modelo
US-Justiz verbietet Mega-Brauereifusion

AB InBev-Bier Budweiser: Gemeinsam mit dem "Corona"-Hersteller Modelo würde der Konzern 46 Prozent des US-Biermarktes beherrschen
AP

AB InBev-Bier Budweiser: Gemeinsam mit dem "Corona"-Hersteller Modelo würde der Konzern 46 Prozent des US-Biermarktes beherrschen

Die 20 Milliarden Dollar schwere Übernahme des mexikanischen Bierbrauers Grupo Modelo durch den belgischen Branchenprimus AB Inbev gerät ins Stocken. Die US-Wettbewerbshüter fürchten, dass die amerikanischen Verbraucher dann mehr fürs Bier zahlen müssen

Washington - Das Justizministerium hat am Donnerstag Klage vor dem US-Bezirksgericht von Washington eingereicht, um die Fusion des mexikanischen Bierbrauers Grupo Modelo ("Corona") mit dem belgischen Branchenprimus AB Inbev ("Beck's") zu stoppen. InBev erklärte in einer ersten Reaktion, die Übernahme vor Gericht zu verteidigen. "Wir sind uns unserer Position sicher."

Der Wettbewerb würde unter dem Zusammenschluss leiden, begründete Bill Baer, Chef der zuständigen Abteilung im Justizministerium, die Blockade. Denn Modelo habe sich üblicherweise nicht an den von InBev angestoßenen Preissteigerungen beteiligt. Zusammen würden die zwei Firmen nach Umsatz 46 Prozent des US-Biermarkts beherrschen, rechnete das Ministerium vor. Die Nummer zwei, MillerCoors, kommt auf 29 Prozent.

Veto bedeutet nicht das Aus für die Übernahme

Das mexikanische "Corona" sowie das amerikanische "Bud Light" aus dem Hause InBev gehören zu den beliebtesten Bieren des Landes. Weitere Marken des belgischen Brauriesen sind "Beck's" und "Stella Artois", die ebenfalls erfolgreich in den USA vertrieben werden. In Deutschland ist InBev die Nummer zwei im Biermarkt. Hierzulande gehören auch noch "Hasseröder", "Löwenbräu" oder "Franziskaner" dazu.

InBev hatte im vergangenen Sommer sein Übernahmeangebot vorgelegt. Dem Konzern gehört bereits mehr als die Hälfte an den Mexikanern, nun wollen sie auch die restlichen Anteile aufkaufen. Die mexikanischen Kartellwächter hatten bereits grünes Licht gegeben.

Das Nein der US-Wettbewerbshüter bedeutet zwar nicht automatisch das Aus für die Fusion. Doch das bevorstehende Gerichtsverfahren wird die Übernahme auf jeden Fall verzögern. InBev geht nun nicht mehr davon aus, das Geschäft wie geplant bis Ende März abschließen zu können. Die InBev-Aktie fiel um mehr als 6 Prozent.

mg/dpa-afx

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