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28.01.2013
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Teurere Tickets
Ryanair peilt Rekordgewinn an

Enteist: Ryanair blieb im Winter dank höherer Ticketpreise profitabel
DPA

Enteist: Ryanair blieb im Winter dank höherer Ticketpreise profitabel

Auch im schwierigen Wintergeschäft hat Ryanair seinen Gewinn gesteigert. Für das laufende Geschäftsjahr erhöht die irische Billigfluglinie nun ihre Prognose. Zudem greift sie nach dem Wettbewerber Aer Lingus.

Dublin - Der irische Billigflieger Ryanair steuert nach einem starken Winterstart auf ein höheres Gewinnziel zu. Im bis Ende März laufenden Geschäftsjahr dürfte der Überschuss fast 540 Millionen Euro erreichen, kündigte Unternehmenschef Michael O'Leary am Montag in Dublin an. Bisher war er von lediglich 490 bis 520 Millionen Euro ausgegangen. Unterdessen bastelt der Billigflieger weiter an der geplanten Übernahme seines Rivalen Aer Lingus: Nun sollen neue Zugeständnisse die Wettbewerbshüter überzeugen.

Die Ryanair-Aktie Chart zeigen reagierte mit Kursverlusten auf die Nachrichten. Am Vormittag verloren die Titel an der Londoner Börse 2 Prozent, nachdem sie in diesem Jahr bereits 14 Prozent gewonnen hatten.

Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Dezember verdiente Ryanair dank höherer Ticketpreise unter dem Strich 18 Millionen Euro, gut ein Fünftel mehr als ein Jahr zuvor. Während die Zahl der Fluggäste um 3 Prozent auf 17,3 Millionen wuchs, kletterte der Umsatz um 15 Prozent auf 969 Millionen Euro in die Höhe. Dabei musste Ryanair fast ein Viertel mehr für Sprit ausgeben: Wegen der hohen Ölpreise kletterten die Treibstoffkosten auf 415 Millionen Euro und zehrten damit 43 Prozent der Erlöse auf.

Der Winter gilt bei Fluggesellschaften als die schwächste Jahreszeit. Ihre Gewinne fliegen sie vor allem in der Reisesaison im Sommer ein. Um keine roten Zahlen mit halbleeren Maschinen einzufliegen, lässt Ryanair in der kalten Jahreshälfte bis zu 80 der insgesamt 305 Flugzeuge am Boden. Konkurrent Lufthansa Chart zeigen hatte wegen der unsicheren Nachfragesituation das Flugangebot im Winter um drei Prozent zusammengestrichen.

Ryanair zur Abgabe von Aer-Lingus-Strecken bereit

Unterdessen versucht Ryanair weiter, die EU-Kommission von der Übernahme des irischen Konkurrenten Aer Lingus Chart zeigen zu überzeugen. Helfen sollen dabei zwei andere Fluggesellschaften, die einen wesentlichen Teil des Aer-Lingus-Streckennetzes übernehmen und damit den Wettbewerb auf den Flügen von und nach Irland sichern sollen.

"Wir denken, dass diese Zugeständnisse jede überschneidende Route und alle anderen Wettbewerbsbedenken der Kommission ausräumen", sagte O'Leary. Die Namen der beiden anderen Gesellschaften nannte er nicht. Die britische Fluggesellschaft Flybe hatte allerdings vergangene Woche erklärt, sie denke für diesen Fall über die Übernahme einiger Aer-Lingus-Strecken nach.

Ryanair versucht seit Monaten in einem dritten Anlauf, die Aktienmehrheit bei Aer Lingus zu erringen. Die EU-Kommission fürchtet im Fall einer Übernahme um den intakten Wettbewerb auf vielen Strecken und hat dazu eine Bedenkenliste veröffentlicht. Ryanair hält seit Jahren knapp 30 Prozent an Aer Lingus. Der erste Übernahmeversuch war 2007 von der EU gestoppt worden, den zweiten hatte Ryanair selbst abgeblasen. Nach den Zugeständnissen hofft O'Leary, im März die Zustimmung der Kommission zu erhalten.

ak/dpa-afx

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