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22.01.2013
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Unterhaltungselektronik
Sony-Chef Hirai will TV-Geschäft eindampfen

Modernes Fernsehgerät von Sony: Der japanische Hersteller fährt den TV-Entwicklungsaufwand zurück
SPIEGEL ONLINE

Modernes Fernsehgerät von Sony: Der japanische Hersteller fährt den TV-Entwicklungsaufwand zurück

Tiefrotes Geschäft, verkaufte Firmensitze in New York und Tokio - Sony, einst einer der stolzesten japanischen Elektroriesen, ist schwer unter Druck. Jetzt kündigt Sony-Chef Kazuo Hirai den langsamen Abschied aus dem TV-Geschäft an. Als erstes wird der Forschungsaufwand dafür reduziert.

der Elektronikriese Sony sein TV-Geschäft im Visier. Die Sparte könne nicht weiter "links, rechts und in der Mitte Geld verlieren", sagte Sony-Chef Kazuo Hirai der britischen Tageszeitung "Times" in einem Interview. "Können Fernseher ein Kerngeschäft für ein Elektronik-Unternehmen sein? Das, glaube ich, ist die Frage", sagte Hirai. Sony werde zwar weiterhin Fernseher produzieren, aber das Investment in die Entwicklung dramatisch reduzieren. Bis die Sparte wieder die Gewinnzone erreicht, dürfte es laut den Plänen von Sony aber noch bis März 2014 dauern.

Das größte Investment werde Sony künftig wie geplant in die drei Kernbereiche Digitalkameras, Smartphones und Spiele stecken, sagte Hirai. In den neuen Monaten seiner Amtszeit hatte der Manager bereits massiv den Rotstift angesetzt und will insgesamt 10.000 Stellen streichen. Davon wären rund sechs Prozent der Mitarbeiter weltweit betroffen. Die Produktpalette soll radikal zusammengestrichen werden. Erst vergangene Woche verkaufte das Unternehmen seinen Firmensitz in New York für 1,1 Milliarden Dollar (rund 822 Millionen Euro). Er sehe sich aber weiterhin mit einer wachsenden Aufgabe konfrontiert, das Unternehmen umzugestalten, sagte Hirai der Zeitung.

Im Smartphone-Markt will Sony Chart zeigen mit einem neuen Flaggschiff durchstarten und künftig wieder in der ersten Liga mitspielen. Das Xperia Z mit einem 5 Zoll großen Full-HD-Display und 13 Megapixel-Kamera stellte das Unternehmen erst vor Kurzem auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas vor. Seine Mobilsparte stellte Sony inzwischen neu auf. Die Anteile seines langjährigen Partners Ericsson aus seinem zuletzt glücklosen Joint-Venture hatte der Konzern zuvor übernommen.

Bei der Nachfolgerin seiner Playstation 3 will Sony Hirai zufolge allerdings den Konkurrenten Microsoft und Nintendo den Vortritt lassen. "Warum voran gehen, wenn dein Wettbewerber dann auf deine Spezifikationen schauen und mit etwas Besserem herauskommen kann", sagte er. Die Playstation 3 ist inzwischen rund sechs Jahre auf dem Markt, Microsofts Xbox 360 knapp ein Jahr länger. Seit geraumer Zeit gibt es Gerüchte, wann die Unternehmen eine neue Generation ihrer Geräte auf den Markt bringen.

Als erster hatte Nintendo noch zur Weihnachtszeit seine Wii U vorgestellt. Wann Microsoft eine neue Version seiner Xbox 360 veröffentlichen will, steht noch aus - ebenfalls, welche neuen Technologien und Features sich die Hersteller einfallen lassen. Als realistischer Termin für den Marktstart einer neuen Xbox-Generation wird in der Branche frühestens der Sommer 2013 gesehen. Im Juni findet in Los Angeles die Spielemesse E3 statt, auf der die großen Hardwarehersteller erwartet werden. Im August folgt die GamesCom in Köln.

Gerüchten zufolge arbeitet Sony für seine neue "Playstation 4" allerdings daran, seinen traditionellen "DualShock"-Controller durch ein berührungsempfindliches Tablet oder Pad zu ersetzen. Auch bei Nintendos Wii U ist ein Tablet das wichtigste Steuerinstrument. Das Pad von Sonys neuer Konsole solle der gleichen Philosophie folgen wie der von Sonys mobiler Konsole PS Vita mit Touchdisplay, berichtet das Spiele-Portal "CVG". Demnach ist das Steuerpad mit einem LCD-Display und biometrischen Sensoren ausgestattet.

kst/dpa

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