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18.01.2013
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Bausparkasse
Wüstenrot verkauft mehr Verträge

Über Zukäufe gewachsen: Wüstenrot ist hinter Schwäbisch Hall die zweitgrößte Bausparkasse in Deutschland
DPA

Über Zukäufe gewachsen: Wüstenrot ist hinter Schwäbisch Hall die zweitgrößte Bausparkasse in Deutschland

Trotz zuletzt negativer Schlagzeilen hat die Bausparkasse Wüstenrot 2012 erneut mehr Verträge abgeschlossen. Das Baufinanzierungsgeschäft allerdings fiel deutlich zurück.

Stuttgart - Deutschlands zweitgrößte Bausparkasse Wüstenrot hat im vergangenen Jahr so viele neue Verträge abgeschlossen wie nie zuvor. Zum fünften Mal in Folge sei das eingelöste Neugeschäft gestiegen, teilte die Tochter des Stuttgarter Finanzkonzerns Wüstenrot & Württembergische mit.

Mit einem Zuwachs um 3,4 Prozent sei 2012 eine Bestmarke von 12,2 Milliarden Euro Bausparsumme erzielt worden. Nach eigenen Berechnungen habe Wüstenrot damit den Marktanteil leicht ausgebaut. Das Brutto-Neugeschäft - einschließlich der noch nicht eingezahlten Verträge - habe im vergangenen Jahr bei rund 15,3 Milliarden Euro auf dem Rekordniveau des Vorjahres stagniert.

Wüstenrot ist in den vergangenen Jahren vor allem über Zukäufe gewachsen, zum Jahreswechsel 2012/13 wurden die Verträge der im Jahr 2010 erworbenen Allianz Dresdner Bauspar integriert. Zwei Jahre zuvor war die Vereinsbank Victoria Bauspar AG eingebunden worden. Außer über den eigenen Vertrieb verkauft Wüstenrot seine Bausparprodukte unter anderem über die Commerzbank, die 2012 ein Bausparvolumen von knapp zwei Milliarden Euro beisteuerte.

Baufinanzierungsgeschäft fällt deutlich zurück

Schlechter als 2011 lief im vergangenen Jahr das Baufinanzierungsgeschäft bei Wüstenrot: Die Summe der neu vermittelten Kredite sei auf vier von 4,4 Milliarden Euro gesunken. Die Profitabilität des Neugeschäfts sei aber deutlich gesteigert worden, sagte Vertriebsvorstand Bernd Hertweck.

Der Marktführer im deutschen Bauspargeschäft, Schwäbisch Hall, vertreibt seine Policen vor allem über die Volks- und Raiffeisen-Bankgruppe. Der Branchenführer will am kommenden Dienstag Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr bekanntgeben.

Die Bausparkassen haben wie die Versicherer mit der derzeitigen Niedrigzinsphase an den Kapitalmärkten zu kämpfen: Sie geraten in Schwierigkeiten, die garantierten Renditen zu verdienen. Viele Kunden halten bei den Bausparkassen noch Verträge mit hohen Zinssätzen von 3,5 bis 5 Prozent aus den 1990er Jahren. 1997 lag der Guthabenzins auf Bausparguthaben noch bei durchschnittlich 3,12 Prozent, 2012 gerade noch bei 1,15 Prozent.

Wüstenrot hatte daher wie andere Bausparkassen in einer umstrittenen "Beratungsoffensive" versucht, Kunden vor dem Jahresende zur Kündigung hochverzinslicher Verträge zu bewegen, was Verbraucherschützer scharf kritisierten. Die Bausparkassen verwalten insgesamt einen Vertragsbestand von 786 Milliarden Euro.

rei/rtr

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