Luftfahrtmanager magazin RSS  - Luftfahrt

Alle Artikel und Hintergründe


17.01.2013
Twitter GooglePlus Facebook

Aus dem Verkehr gezogen
Startverbot für Boeing-Dreamliner auf fast allen Kontinenten

Am Boden: Boeing-Dreamliner der japanischen Fluglinie ANA
Boeing

Am Boden: Boeing-Dreamliner der japanischen Fluglinie ANA

Boeing-Aktienkurs im Sinkflug: Luftfahrtbehörden weltweit haben den Boeing-Prestigeflieger "Dreamliner" aus dem Verkehr gezogen. Die 787-Maschinen müssen in den USA, Europa, Japan und Indien auf dem Boden bleiben. Solch ein Eingreifen der Behörden hat es seit mehr als 30 Jahren nicht gegeben. 

Hamburg - Was für ein schlag für den US-Flugzeugriesen Boeing: Die eigene Spitzenmaschine, die Boeing 787 "Dreamliner" ist zumindest vorübergehend zum Alptraum für das Unternehmen geworden. Nahezu über den gesamten Globus verteil haben Aufsichtsbehörden für den Luftfahrtverkehr fast die gesamte ausgelieferte Flotte der Maschinen dieses Typs aus dem Verkehr gezogen. Grund ist eine Pannenserie bei dem Boeing-Flieger, die mit dem Batteriesystem der Maschinen zusammenzuhängen scheint.

Behörden in Europa, Japan und Indien schlossen sich am Donnerstag einer entsprechenden Stilllegungsanordnung der US-Luftfahrtbehörde FAA an. Diese hatte angewiesen, die Dreamliner in den USA vorübergehend aus dem Verkehr zu ziehen. Die Airlines müssten nachweisen, dass die Lithium-Ion-Batterien sicher seien, bevor weitere Flüge erlaubt würden.

Laut Analysten ist es das erste Mal seit 1979, dass Sicherheitsbehörden weltweit so gegen einen US-Flugzeugbauer vorgehen. Boeing-Chef Jim McNerney gab sich trotzdem zuversichtlich, dass der Dreamliner sicher ist. Man wolle so schnell wie möglich Antworten auf die Probleme finden. Dem Boeing-Aktienkurs Chart zeigen half dies wenig. Er gab nachbörslich 2 Prozent nach. Moody's teilte bereits mit, die Vorfälle seien negativ für die Kreditwürdigkeit des US-Unternehmens, würden aber noch keine Herabstufung auslösen.

Die Probleme bei Boeing könnten den Wettbewerb mit Airbus beeinflussen. Die EADS-Tochter Chart zeigen hatte vor rund einem Jahr ebenfalls mit technischen Problemen zu kämpfen. Damals ließen ein Triebwerksbrand sowie Haarrisse in den Tragflächen das Vertrauen in den Riesen-Flieger A380 von Airbus schwinden.

Feuer, Kabelprobleme und zersprungene Cockpit-Scheiben

Die jüngste Zuspitzung der Lage für Boeing kam, nachdem am Mittwoch eine 787-Maschine wegen Rauchentwicklung in der Kabine in Takamatsu notlanden musste. Das Transportministerium beschrieb den jüngsten Vorfall als "höchst ernsthaft". Damit bezeichnen Sicherheitsbehörden eine Situation, die zu einem Unfall hätte führen können. Zuvor war es bereits zu einer Reihe von Zwischenfällen mit Dreamlinern gekommen.

In den vergangenen Tagen war der Airbus-Rivale mit zwei Treibstofflecks, einem Batteriefeuer, einem Kabelproblem, einer Bremsstörung sowie einem zersprungenen Cockpit-Fenster in den Schlagzeilen geraten.

Boeing bekommt jetzt Zeit, den Problemen auf den Grund zu gehen. Japans Vize-Transportminister Hiroshi Kajiyama teilte mit, es sei noch unklar, wie lange der Dreamliner am Boden gehalten werde. Japan ist bisher der größte Markt für den 787, die beiden führenden japanischen Fluggesellschaften All Nippon Airways und Japan Airlines haben 24 der 50 bisher ausgelieferten Maschinen in Betrieb.

Der Luftfahrtsprecher der indischen Regierung nannte ebenfalls kein Datum, wann der Dreamliner wieder abheben darf. Die europäische Flugsicherheitsbehörde Easa sagte, man schließe sich den Amerikanern an. In Europa operiert bisher nur Polens Lot Airlines mit einem Dreamliner. Lot ist Partner der Lufthansa Chart zeigen in deren Star-Alliance-Luftfahrtbündnis.

kst/dpa/rtr

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

© manager magazin online 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH





Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Handytarifvergleich:
Finden Sie den passenden Tarif
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Tablet Tarifvergleich:
Surfen Sie günstiger