Mittwoch, 29. Juli 2015

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Immobilienkonzern Gagfah Fortress besetzt Verwaltungsrat neu

Gagfah-Wohnungen in Dresden: Zukunft offen

Der Verwaltungsrat des Wohnimmobilienkonzerns Gagfah wird auch künftig von einem Vertreter des US-Finanzinvestors Fortress geleitet. Jonathan Ashley ersetzt Fortress-Mitgründer Robert Kauffman - und muss gleich Weichen für die Zukunft der Dresdner Tochter Woba stellen.

Frankfurt - Der US-Finanzinvestor Fortress stellt erwartungsgemäß auch den neuen Verwaltungsratschef beim Wohnimmobilienkonzern Gagfah. Jonathan Ashley ersetzt ab sofort Fortress-Mitgründer Robert Kauffman in dem Aufsichtsgremium.

Der 49 Jahre alte Kauffman hatte sich über Weihnachten aus dem operativen Geschäft von Fortress zurückgezogen und infolgedessen auch seine Ämter bei Gagfah niedergelegt. Ashley hatte Unternehmenskreisen zufolge bereits in den vergangenen Monaten eine aktive Rolle bei Gagfah wahrgenommen, nachdem sich der lange Zeit dominante Kauffman dort nach und nach zurückgenommen hatte. Ashley habe Gagfah bereits in der Vergangenheit seit der Übernahme durch Fortress 2004 unterstützt und vor allem alle Fremd- und Eigenkapitaltransaktionen mit organisiert, hieß es einer Mitteilung von Fortress.

Eine von Ashleys ersten Entscheidungen in neuer Funktion bei Gagfah dürfte der Beschluss über die Zukunft der Dresdner Tochter Woba sein. Dort soll sich laut Finanzkreisen bis Ende des Monats entscheiden, ob Gagfah die 38.000 Wohnungen verkauft oder doch noch eine Refinanzierung der für den Woba-Kauf aufgenommenen Schulden bewerkstelligen kann. Die Dresdner Wohnungen stehen mit 1,8 Milliarden Euro in den Büchern. Darauf lasten Kredit, die im Mai 2013 auslaufen. Insgesamt steht die Gagfah mit mehr als fünf Milliarden Euro in der Kreide.

krk/rtr

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