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14.01.2013
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Schmuckbranche
Swatch kauft Edelmarke Harry Winston

"Talk to me, Harry Winston. Tell me all about it": Marilyn Monroe besang einst den Juwelier der Stars. Das US-Unternehmen Harry Winston wird jetzt verkauft.
Getty Images

"Talk to me, Harry Winston. Tell me all about it": Marilyn Monroe besang einst den Juwelier der Stars. Das US-Unternehmen Harry Winston wird jetzt verkauft.

Mit Modeuhren für kleine Geldbeutel wurde Swatch berühmt. Jetzt kauft der Schweizer Konzern den "Juwelier der Stars" und stößt damit stärker ins Hochpreissegment vor. Harry Winston habe das Potenzial für mehr als eine Milliarde Franken Umsatz, sagt Swatch-Chef Hayek.

Zürich - Der Uhrenkonzern Swatch erwartet dieses Jahr eine deutliche Umsatzsteigerung. "Wenn die Uhren so dynamisch wachsen wie 2012, liegen neun Milliarden 2013 in Reichweite", sagte Konzernchef Nick Hayek der Nachrichtenagentur Reuters. Im vergangenen Jahr hatte Swatch die Erlöse um 14 Prozent auf 8,14 Milliarden Franken erhöhen können.

Zuvor hatte der Schweizer Konzern die Übernahme der US-Nobelschmuckmarke Harry Winston für rund eine Milliarde Dollar bekanntgegeben. Harry Winston habe das Potenzial für einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Franken in vier bis fünf Jahren, sagte Hayek. Der Reingewinn der neuen Tochterfirma könnte dann 250 Millionen Franken erreichen. Mit der Übernahme erhalte Swatch eine transparente Bezugsquelle für Diamanten, sagte Hayek.

Harry Winston zählt mit seinem Hauptgeschäft an New Yorks Fifth Avenue zu den luxuriösesten Adressen für Schmuck und Geschmeide. Mit dem Song "Diamonds Are a Girl's Best Friend" machte Marylin Monroe den Diamantspezialisten Winston unsterblich. "Talk to me, Harry Winston. Tell me all about it", heißt es darin. Zur Kundschaft des Edeljuweliers gehören die britische Königin Elizabeth II. ebenso Popstar Madonna oder die Schauspielerinnen Gwyneth Paltrow und Scarlett Johansson.

Wichtiger Schritt für Swatch ins Hochpreissegment

Die Übernahme ist nach Ansicht von Branchenexperten ein wichtiger Schritt zur Expansion des Schweizer Konzerns im Hochpreissegment. Swatch war im Luxusbereich bisher vor allem mit den Uhrenmarken Breguet, Blancpain und Jaquet Droz vertreten. Bislang hatten die Schweizer meist kleinere Hersteller von Uhrenkomponenten übernommen. Der letzte größere Zukauf einer ganzen Marke - Calvin Klein - liegt mehr als zehn Jahre zurück.

Robert A. Gannicott, der Verwaltungsratspräsident und Konzernchef von Harry Winston, erklärte, das US-Unternehmen habe bei der Swatch Group "nun ein neues Zuhause, das über die nötige Fachkompetenz verfügt und der Marke die Unterstützung geben kann, die sie verdient, um ihr wahres Potenzial auszuschöpfen".

An der Zürcher Börse gingen die Aktien von Swatch Chart zeigen am Vormittag um 2,6 Prozent nach oben und erklommen damit ein Allzeithoch für den in Biel (Kanton Bern) ansässigen Konzern.

Das Luxussegment von Harry Winston erzielte in den ersten neun Monaten des Finanzjahres 2012/13 (bis Ende Oktober) einen Umsatz von 314,5 Millionen Dollar und einen operativen Gewinn von 20,5 Millionen Dollar. Das 1932 in New York gegründete Unternehmen beschäftigt 535 Mitarbeiter, es produziert auch in Genf. Die Harry Winston Diamond Corporation in Toronto (Kanada) ist von der Übernahme nicht betroffen. Diese wird künftig als Dominion Diamond Corporation unabhängig weitergeführt.

Der Kauf muss von den Wettbewerbsbehörden noch genehmigt werden.

rei/rtr/dpa-afx

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