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09.01.2013
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Debakel um Flughafen Berlin
Airlines erwarten hohe Millionenschäden

Gähnende Leere: Die Eröffnung des neuen Hauptstadflughafens ist bereits viermal verschoben worden
DPA

Gähnende Leere: Die Eröffnung des neuen Hauptstadflughafens ist bereits viermal verschoben worden

Das Debakel um den neuen Hauptstadtflughafen könnte für die Verantwortlichen teuer werden. Die Airlines erwarten einen Schaden in dreistelliger Millionenhöhe. Indes regt sich Widerstand gegen Matthias Platzeck als neuer Aufsichtsratschef der Berliner Flughafengesellschaft.

Berlin - Die Verzögerungen beim Bau des neuen Hauptstadtflughafens in Schönefeld könnten die Fluggesellschaften nach eigener Einschätzung Hunderte Millionen Euro kosten. Bis der Airport im Südosten Berlins betriebsbereit sei, könne der Schaden "leicht ein dreistelliger Millionenbetrag sein", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Klaus-Peter Siegloch, im Deutschlandfunk.

Wie die Unternehmen darauf juristisch reagierten, sei noch nicht endgültig entschieden, die Fluggesellschaften gingen aber eher von einer Schadenersatzpflicht aus, sagte Siegloch weiter. Air Berlin habe dazu bereits eine Feststellungsklage eingereicht. Insgesamt sei der Neubau inzwischen ein "Trauerspiel".

Widerstand scheint sich indes gegen den den Brandenburger Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) als neuen Aufsichtsratschef der Berliner Flughafengesellschaft. Das Bundesfinanzministerium lehne Platzeck ab, heißt es in einem Zeitungsbericht. Stattdessen solle ein unabhängiger Experte aus der Wirtschaft Chef des Gremiums werden. Entsprechende Informationen der Wochenzeitung "Die Zeit" wurden in Ministeriumskreisen bestätigt.

Eine Sprecherin des Finanzministeriums selbst wollte den Bericht aber auf Anfrage nicht bestätigen. Sie verwies darauf, dass der Bundesverkehrsminister für den Flughafen federführend sei. Es liefen noch Gespräche, und es gebe noch keinen Beschluss. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gibt den Vorsitz wegen des Debakels beim neuen Hauptstadtflughafen BER ab.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hatte dagegen keine Vorbehalte gegen die Rochade im Aufsichtsratsvorsitz verlauten lassen. Der Wechsel von Wowereit zu Platzeck war am Montag nach einem Treffen der Gesellschafter bekanntgegeben worden. Der Bund ist mit 26 Prozent der Anteile der kleinste Gesellschafter. Brandenburg und Berlin halten jeweils 37 Prozent.

rei/dpa/dapd

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