USAmanager magazin RSS  - USA

Alle Artikel und Hintergründe


09.01.2013
Twitter GooglePlus Facebook

Streit um Rettungskredite
AIG prüft Klage gegen US-Regierung

"AIG hat seine Schulden mit einem Gewinn an Amerika zurückgezahlt": AIG-Chef Robert Benmosche erwägt, die US-Regierung zu verklagen
REUTERS

"AIG hat seine Schulden mit einem Gewinn an Amerika zurückgezahlt": AIG-Chef Robert Benmosche erwägt, die US-Regierung zu verklagen

Dankbarkeit sieht anders aus. In der Finanzkrise rettete der US-Steuerzahler mit 182 Milliarden Dollar den Versicherungsriesen AIG vor der Pleite. Jetzt erwägt der wieder prächtig verdienende Konzern eine Schadenersatzklage - wegen zu hoher Kreditzinsen.

New York/Washington - Der in der Finanzkrise vom Staat gerettete US-Versicherungsriese AIG prüft eine Klage gegen die Regierung wegen des Vorwurfs unfairer Kreditkonditionen. Der mittlerweile wieder Milliardengewinne erwirtschaftende Konzern teilte mit, keine andere Wahl zu haben, als eine Beteiligung an einer Schadenersatzklage über 25 Milliarden Dollar des früheren AIG-Chefs Hank Greenberg in Betracht zu ziehen.

Der Verwaltungsrat werde am heutigen Mittwoch darüber beraten. Mit einer Entscheidung sei in den nächsten Wochen zu rechnen, kündigte Vorstandschef Bob Benmosche an.

Greenberg, dessen Holdingfirma Starr International vor dem bevorstehenden Kollaps von AIG 12 Prozent der Anteile hielt, wirft der New Yorker Notenbank vor, mit dem AIG-Hilfspaket die Wall-Street-Banken auf Kosten der AIG-Aktionäre gerettet zu haben. Er bezeichnete die New Yorker Notenbank als "Kredithai", der "exorbitante" Zinsen von 14,5 Prozent verlange.

Ex-AIG-Chef Greenberg bezeichnet Notenbank als "Kredithai"

Der Rettungseinsatz im Jahr 2008 war mit 182 Milliarden Dollar der größte in der US-Wirtschaftsgeschichte. Er hat sich mittlerweile für den Staat ausgezahlt. Der Rückzug aus dem verstaatlichten ehemaligen größten Versicherungskonzern spülte einen Gewinn in die Staatskassen.

Aus der Politik wurden scharfe Warnungen gegen den Versicherer laut. Das Unternehmen sollte nicht die Hand beißen, die es während der Krise gefüttert habe, sagte etwa die neu gewählte Senatorin Elizabeth Warren. "Wenn AIG Chart zeigen bei dem Prozess einsteigt, wäre das als ob ein Patient seinen Arzt verklagt, weil er ihm das Leben gerettet hat", sagte der frühere Notenbanker Mark Williams.

Konzernchef Benmosche unterstrich in einer Erklärung: "AIG hat seine Schulden mit einem Gewinn an Amerika zurückgezahlt, und wir meinen es auch so, wenn wir uns beim amerikanischen Volk bedanken." Zugleich sei der Verwaltungsrat aber auch dem Konzern und seinen Aktionären rechtlich verpflichtet und müsse daher die Anfrage einer Klagebeteiligung erörtern. Der Versicherer hatte in den USA erst vor kurzem eine aufwendige Werbekampagne mit dem Motto "Thank you, America" gestartet.

rei/rtr

Zur Startseite
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • deli.cio.us
  • Pinterest

Weitere Artikel zu Diesem Thema

Freihandelsabkommen EU/USA
Die Last des Chlorhühnchens abschütteln
US-Häusermarkt
Immobilien in Detroit - ein Mann versucht das Unmögliche 
LeBron James zurück in Cleveland
Ein Sportler saniert eine ganze Region
BMW muss Angaben für den Mini korrigieren
Wer in Amerika beim Spritverbrauch trickst, zahlt Kunden Millionen

© manager magazin online 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?