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09.01.2013
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Drei Pannen in drei Tagen
Dreamliner-Pannenserie verschreckt Anleger

Boeings Problemflieger: Die Treibstoffleitungen und die Bremsen machen Ärger
REUTERS

Boeings Problemflieger: Die Treibstoffleitungen und die Bremsen machen Ärger

Boeing kämpft mit den Kinderkrankheiten seines Prestigeobjekts: Zum dritten Mal innerhalb von drei Tagen meldet eine Airline Probleme mit dem Dreamliner. Anleger sind beunruhigt - obwohl Boeing kurz davor steht, Airbus die Weltmarktführerschaft abzunehmen.

Tokio/Boston - In Japan ist am Mittwoch ein geplanter Flug einer Dreamliner-Maschine gestrichen worden. Als Grund nannte die Fluggesellschaft All Nippon Airways Probleme mit den Bremsen des Boeing-Flaggschiffs. Der Flug sollte von Yamaguchi im Westen Japans nach Tokio gehen.

Damit setzt sich die Pannenserie beim Dreamliner fort. Nachdem am Montag bei einer Maschine von Japan Airlines ein Feuer ausgebrochen war, hat am Dienstag ein weiteres Flugzeug der Gesellschaft am Boden Treibstoff verloren. Die neuerlichen Negativmeldungen schickte die Boeing-Aktie Chart zeigen um 3 Prozent in den Keller, nachdem sie am Montag bereits 2 Prozent an Wert eingebüßt hatte.

Boeing hält sich zu der jüngsten Pannenserie bedeckt. Zusammen mit Luftaufsichtsbehörden und Fluggesellschaften wird derzeit nach den Ursachen geforscht. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte bereits im Dezember vor möglicherweise undichten Treibstoffleitungen beim Dreamliner gewarnt und angeordnet, dass die bislang ausgelieferten Maschinen auf falsch montierte Kupplungsstücke hin überprüft werden.

Der Dreamliner ist das modernste Passagierflugzeug am Himmel und für Boeing entsprechend wichtig im Kampf mit dem europäischen Erzrivalen Airbus. Die Boeing 787 ist mit seinen 210 bis 290 Sitzplätzen für diejenigen langen Strecken gedacht, auf denen ein größerer Jumbo-Jet oder ein Airbus A380 einfach nicht ausgelastet wäre. Die leichte Bauart des Dreamliner verspricht dabei einen geringen Spritverbrauch und somit niedrige Betriebskosten.

Dreamliner startete mit dreijähriger Verspätung

Schon in der Entwicklung hatte der Jet allerdings massive Probleme bereitet. Dadurch war der Dreamliner 2011 mit dreijähriger Verspätung an den ersten Kunden ausgeliefert worden, die All Nippon Airways aus Japan. Die ersten Flüge starteten im Oktober 2011. Die Strecke Boston - Tokio gehört zu den wenigen Routen, auf denen der Dreamliner bisher verkehrt.

Boeing hat bis Ende vergangenen Jahres 49 Dreamliner an die Fluggesellschaften übergeben. Derzeit stehen noch rund 800 unerledigte Bestellungen in den Büchern, davon 15 von Air Berlin, die ab dem Jahr 2015 ausgeliefert werden sollen. Ein einzelner Dreamliner kostet nach Liste gut 200 Millionen Dollar (152 Millionen Euro).

Die EADS-Tochter Chart zeigen Airbus setzt den A350 dagegen, kämpft bei dem Modell aber ebenfalls mit Problemen. Während Boeings Dreamliner immerhin schon ausgeliefert wird, musste Airbus den Start des A350 bereits zweimal verschieben. Mitte dieses Jahres soll nun endlich der Jungfernflug stattfinden.

So verwundert es auch nicht, dass Boeing erstmals seit zehn Jahren Airbus wohl wieder übertroffen hat - auch dank des Dreamliners. Der US-Konzern hat im vergangenen Jahr 601 Flugzeuge ausgeliefert, während die EADS-Tochter ihren Vorjahresrekord von 534 ausgelieferten Jets wohl nur leicht übertreffen wird. Endgültige Zahlen legt Airbus am 17. Januar vor.

mg/rtr/dpa/afp

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