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04.01.2013
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Neuer Fernbusmarkt
Bus-Unternehmen rüsten sich für harten Wettbewerb

Von Christopher Krämer

Fernbusverkehr: Unternehmen wie MeinFernbus wollen 2013 durchstarten
Verena Brandt / MeinFernbus

Fernbusverkehr: Unternehmen wie MeinFernbus wollen 2013 durchstarten

Seit Neujahr ist der Markt für Fernbusse in Deutschland frei, viele Firmen wollen schnell mitmischen. Die Deutsche Bahn, Deutschlands Mobilitätsriese, zögert zwar noch. Doch andere Schwergewichte könnten die Konkurrenz schnell abhängen.

Hamburg - Verkehrspolitisch bringt das neue Jahr eine echte Zeitenwende: Mehr als 80 Jahre lang war der Fernbusverkehr in Deutschland stark eingeschränkt. Wo eine Bahnverbindung bestand, durften Fernbusse nicht fahren. Die Bahn sollte so vor ruinösem Wettbewerb geschützt werden. Ausnahmen waren aus historischen Gründen der Verkehr nach Berlin, vereinzelte Zubringer zu Messen oder Flughäfen und Verbindungen ins Ausland.

Seit dem 1. Januar ist der Markt für Fernbuslinienverkehr nun liberalisiert. "Wir freuen uns, dass es endlich losgeht. Es ist eine extrem spannende Zeit", sagt André Schwämmlein, Geschäftsführer von Flixbus aus München.

Das Verbot begann bereits vor mehreren Jahren zu bröckeln: Im Juni 2010 entschied das Bundesverwaltungsgericht, dass schon eine erhebliche Reisekosteneinsparung reiche, um eine Fernbusverbindung neben einer Bahnverbindung zu legitimieren. Im April 2011 dann setzte sich das Startup Deinbus im Streit gegen die Deutsche Bahn durch und durfte fortan seine Dienste als Bus-Mitfahrzentrale anbieten.

Auch die neue Regelung enthält Einschränkungen

Bis sich aber das Bild auf Deutschlands Straßen wirklich verändert, dürfte noch etwas Zeit vergehen. Das hat einen einfachen Grund: Für jede neue Linie benötigen die Unternehmen eine Lizenz.

Zuständig sind die Regierungspräsidien der betroffenen Verwaltungsbezirke. Auch die Städte, in denen die Busse halt machen, müssen zustimmen. Die Anträge werden erst seit dem Jahreswechsel bearbeitet. "Es wird noch etwas dauern, bis die neuen Linien wirklich in Betrieb genommen werden", sagt Bastian Roet vom Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO).

Flixbus hat die Anträge für neue Strecken bereits gestellt. Fahrzeuge und rund 15 Partner stehen bereit, das Unternehmen will möglichst bald den Betrieb aufnehmen. Experten erwarten, dass die Zahl der Strecken und der Anbieter auf dem Markt rasch steigen werden: "Wir rechnen mit einem Anstieg des Angebots von circa 10 bis 20 Prozent", sagt Christoph Gipp, Bereichsleiter Mobilität am Iges Institut in Berlin.

Doch auch die neue Regelung enthält Einschränkungen: Die Fernbusse dürfen nur auf Strecken mit mindestens 50 Kilometern Länge fahren. Zudem ist eine Mindestreisezeit von 60 Minuten zwischen zwei Haltepunkten vorgeschrieben.

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