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25.12.2012
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Insolvenz-Prognose 2013
Größtes Pleiterisiko tragen Spediteure

Insolvenzbeschluss: 9 Prozent aller deutschen Unternehmen in 2013 gefährdet
DPA

Insolvenzbeschluss: 9 Prozent aller deutschen Unternehmen in 2013 gefährdet

Spediteure, Druckindustrie, Baugewerbe: Die konjunkturelle Flaute macht diesen Branchen besonders zu schaffen. Der Kreditversicherer Euler Hermes sieht bei ihnen 2013 die größte Gefahr für eine Insolvenz.

Hamburg/Berlin - Speditionen und Logistikunternehmen tragen nach Einschätzung des Kreditversicherers Euler Hermes 2013 das größte Pleiterisiko. Voraussichtlich müssen nach Einschätzung des Versicherers 22 von 1000 Unternehmen mit einer Pleite rechnen. "Zwar hat sich die Insolvenztendenz etwas entspannt", sagt Euler-Hermes-Chefvolkswirt Romeo Grill. Das Risiko liege aber immer noch auf einem hohen Niveau.

Bei den Spediteuren und Logistikern mussten 2012 laut Euler Hermes insgesamt 533 Unternehmen Insolvenz anmelden, knapp 60 weniger als im Jahr zuvor. Für 2013 erwartet Chefvolkswirt Grill angesichts der konjunkturellen Flaute ein ähnlich hohes Niveau. Insgesamt leide die Branche an der Investitoinszurückhaltung vieler Unternehmen.

Die Branche mit dem zweithöchsten Ausfallrisiko dürfte 2013 nach Einschätzung von Euler Hermes die Druckindustrie sein. Hier geht der Kreditversicherer davon aus, dass voraussichtlich 17 von 1000 Firmen den Gang zum Insolvenzgericht antreten müssen. Die Insolvenzquote sei 2012 zwar rückläufig gegenüber dem Vorjahr, sagt Grill. "Für 2013 ist aber kaum Erholung in Sicht." Die Branche habe weiter mit strukturellen Problemen zu kämpfen.

9 Prozent aller Unternehmen droht Insolvenznot

Mit dem dritthöchsten Pleiterisiko rechnet Euler Hermes im Baugewerbe. Hier müssen sich der Prognose zufolge 13 von 1000 Unternehmen auf eine Insolvenz einstellen. Grill verweist bei diesen Zahlen auf ein zweigeteiltes konjunkturelles Bild: So profitiere die Baukonjunktur einerseits vom Wohnungsbau und der dahinter stehenden guten Konsumkonjunktur, sagt Grill. "Bremsend wirkt dagegen die Zurückhaltung bei den Bauinvestitionen seitens der Unternehmen und der öffentlichen Hand wegen der hohen Sparanstrengungen." Insgesamt sei die Insolvenzquote jedoch etwas rückläufig.

2011 mussten nach Grills Angaben insgesamt 30.099 Unternehmen Insolvenz anmelden. Für 2012 geht er von einer etwas geringeren Zahl, nämlich 29.700, aus. Im neuen Jahr dürften die Zahl wieder auf 30.000 steigen. Während in der Industrie und bei den Dienstleistungen mit einer Zunahme der Insolvenzen zu rechnen sei, dürfte es im Handel und am Bau leichte Rückgänge geben.

In der gesamten deutschen Wirtschaft könnten 2013 laut der Prognose 90 von 1000 Betrieben, also 9 Prozent, in Insolvenznot geraten.

krk/dpa

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