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23.12.2012
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Neuer Flughafen Berlin
Verheerende Sicherheitsmängel vereiteln Weiterbau

Machtlos gegen die Mängel: Arbeiter auf der Baustelle des Flughafens Berlin-Brandenburg Willy Brandt
dapd

Machtlos gegen die Mängel: Arbeiter auf der Baustelle des Flughafens Berlin-Brandenburg Willy Brandt

Die Bauarbeiten am neuen Hauptstadtflughafen kommen nicht voran. Einem Ministeriumsbericht zufolge befindet sich der Airport auf mehreren Tausend Quadratmetern im Rohbauzustand. Die festgestellten Mängel offenbaren eine Pfuscherei ungeahnten Ausmaßes.

Berlin/Schönefeld - Die Bauarbeiten am neuen Hauptstadtflughafen in Schönefeld kommen seit August kaum voran. Das geht nach Angaben der "Bild am Sonntag" aus einem internen Protokoll des Bundesverkehrsministeriums hervor. Flughafensprecher Lars Wagner wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren und verwies auf die Ergebnisse der letzten Aufsichtsratssitzung.

Dem Zeitungsbericht zufolge kommen die Ministeriumsprüfer nach einer Inspektion der Baustelle am 13. Dezember zu einem vernichtenden Ergebnis: "Der Gesamteindruck war, dass sich im Vergleich zum letzten Besuch am 31. August 2012 im Terminalbereich weiterhin nur geringfügige Aktivitäten wahrnehmen lassen."

Der Bericht listet zudem neue Planungspannen und schlimme Baumängel auf, die nun von der Flughafengeschäftsleitung dringend abgestellt werden sollen. So laufe am Flughafen-Bahnhof je nach Windrichtung Regenwasser von der westlichen Terminalfassade direkt in die Öffnungen des Lüftungssystems.

Mehrere Tausend Quadratmeter im Rohbauzustand

Das Brandschutzkonzept des Bahnhofs habe keine Verbindung zur Brandmelderanlage des Flughafens, heißt es weiter. Bei den Wandverkleidungen von Aufzügen würden keine brandsicheren Dübel eingebaut. Laut Protokoll gebe es am Flughafen "mehrere Tausend Quadratmeter, die sich im Rohbauzustand befinden".

Die Eröffnung des Flughafens musste unter anderem wegen Mängeln beim Brandschutz bereits mehrfach verschoben werden. Als Termin wird nun Oktober 2013 angepeilt. Die Verzögerungen verursachen auch hohe Zusatzkosten. Berichten zufolge soll der Airport statt ursprünglich 2,8 mindestens 4,3 Milliarden Euro kosten.

Der Technikchef des Flughafens, Horst Amann, hatte die Aufsichtsratsmitglieder eigenen Angaben zufolge am 6. Dezember durch das Terminal geführt und über den aktuellen Stand der Arbeiten informiert. Zurzeit seien rund 300 Menschen damit beschäftigt, Probleme mit der Brandschutzanlage und den Kabeltrassen zu lösen, berichtete Amann nach der letzten Aufsichtsratssitzung am 7. Dezember und fügte hinzu: "Ich hätte mir gewünscht, dass wir schon mehr Bauarbeiten sehen, aber wir sind im Plan."

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