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21.12.2012
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Nyse/ICE
Neue Chance für Francioni

Von Lutz Reiche

Vergebliche Partnersuche: Reto Francioni, Chef der Deutschen Börse, hat schon mehrfach versucht, den Frankfurter Börsenbetreiber mit anderen Börsenbetreibern zu fusionieren
DDP

Vergebliche Partnersuche: Reto Francioni, Chef der Deutschen Börse, hat schon mehrfach versucht, den Frankfurter Börsenbetreiber mit anderen Börsenbetreibern zu fusionieren

Aus der Mega-Fusion zwischen Nyse Euronext und der Derivatebörse ICE könnten sich Chancen auch für die Deutsche Börse ergeben. Gut möglich, dass sich ICE vom europäischen Aktiengeschäft trennt. Doch sollten die Frankfurter hier dann überhaupt zugreifen?

Hamburg - Viel Glück hatte die Deutsche Börse Chart zeigen bei ihrer Partnersuche bislang nicht. Alle Versuche, mit der Londoner Börse, der Euronext oder der Nyse zu fusionieren, schlugen in den vergangenen elf Jahren fehl. In der sich nun abzeichnenden Mega-Fusion von Nyse Euronext und der US-amerikansichen Terminbörse ICE könnte sich für die Frankfurter allerdings noch einmal eine Chance ergeben, wird am Markt spekuliert.

So hat die im Jahr 2000 gegründete und durch den Handel mit Rohstoffderivaten rasant gewachsene ICE angekündigt, einen Börsengang des europäischen Aktiengeschäfts der Nyse Euronext zu prüfen. Beobachter schließen allerdings auch einen Verkauf der Vierländerbörse (Amsterdam, Lissabon, Brüssel, Paris) an einen anderen europäischen Börsenbetreiber nicht aus.

Analyst Stefan Bongardt von Independent Research hält einen Verkauf für wahrscheinlicher. "Ein reiner Börsengang der Einheit Euronext, das ist wegen des offensichtlichen Zwangs zur Größe in dieser hart umkämpften Branche äußerst schwierig. Ich kann ich mir nicht vorstellen, dass der Markt für so eine Lösung empfänglich wäre", sagt der Experte im Gespräch mit manager magazin online.

Als sicher gilt unter Analysten, dass es ICE-Chef Jeff Sprecher bei dem 8,2 Milliarden Dollar schweren Deal vor allem auf den wachstumsträchtigen Teilbereich Nyse Liffe, die europäische Derivatebörse, abgesehen hat. Segnen die Kartellbehörden die Fusion ab, würde der Derivatespezialist ICE auf einen Schlag hinter der CME-Gruppe Chart zeigen und der Deutsche-Börse-Sparte Eurex zum drittgrößten Terminmarktbetreiber weltweit avancieren.

Interessenten für Euronext könnten neben der Deutschen Börse auch die Nasdaq OMX und die Londoner Börse (LSE) sein. "Die Deutsche Börse ist der größte Verlierer, es sei denn, sie kommt zurück und trifft eine Vereinbarung mit Euronext", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters eine mit den Vorgängen vertraute Person.

Die Deutsche Börse selbst wollte sich zu diesen Spekulationen nicht äußern. Einerseits ist auch der Frankfurter Börsenbetreiber daran interessiert, sein Derivategeschäft auszuweiten. Andererseits würde die Übernahme der zur Disposition stehenden Euronext die Deutsche Börse zum größten Aktienmarktbetreiber in Europa machen. Und sie könnte damit ihre Ertragslage in dem eher margenschwachen Kassahandel durch Größenkostenersparnisse, so genannte Skaleneffekte, deutlich aufbessern.

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